Hans Böckler
Gewerkschafter mit Fürther Lehre, Vereins- und Kommunalpolitik; erster Vorsitzender des DGB.
Hans Böckler wurde am 26. Februar 1875 in Trautskirchen geboren. Von 1888 bis 1891 lernte er in Fürth das Silber- und Goldschlägerhandwerk.1894 trat er dem Deutschen Metallarbeiter-Verband und der SPD bei. Der DGB nennt ihn als Mitbegründer des Turn- und Sportvereins Fürth 1895 und als Vertreter der Metallschläger im örtlichen Gewerkschaftskartell 1899.
Nach der Stiftungschronik führte er das Fürther Gewerkschaftskartell von 1901 bis 1903.1902 wurde er in das Kollegium der Gemeindebevollmächtigten gewählt,1903 begann seine hauptamtliche Tätigkeit im Saargebiet. Es folgten Gewerkschaftsaufgaben in weiteren Regionen, Kölner Kommunalpolitik und ein Reichstagsmandat 1928–1933.
Unter dem Nationalsozialismus wurde er wiederholt inhaftiert und überwacht. Wegen seiner Verbindungen zum Widerstand um Wilhelm Leuschner hielt er sich nach dem 20. Juli 1944 bis Kriegsende verborgen. Nach 1945 beteiligte er sich am gewerkschaftlichen Wiederaufbau. Im Oktober 1949 wurde er erster Vorsitzender des DGB; er starb am 16. Februar 1951.
Für die Fürther Kindheit nennt der Landtag Nordrhein-Westfalen den Volksschulbesuch 1881–1888. FürthWikis Angabe, der Vater sei seit 1876 in Fürth ansässig gewesen, belegt für sich keinen Zuzugstag des Kindes. Der Artikel nennt die Heirat mit Barbara Magdalena Müller am 9. September 1899 und führt Johann Georg Böckler anhand der Adressbücher 1901 und 1903 an der Königstraße 23, zweiter Stock, auf. Diese Adressbuchangaben wurden hier über den Artikel, nicht am Originalband geprüft.
LeMO ergänzt für 1902 den Vorsitz der Allgemeinen Ortskrankenkasse Fürth. Beim Sterbeort folgen wir den ausführlichen Biografien des Landtags Nordrhein-Westfalen und von LeMO: Köln. FürthWikis Vorlage nennt dagegen Düsseldorf, während der Fließtext Köln-Lindenthal nennt.
Lebensdaten
Geboren: 26.02.1875 in Trautskirchen. Gestorben: 16.02.1951 in Köln; abweichende Ortsangaben siehe Quellenkritik.
Belegstand und offene Fragen
Ein exakter Fürther Zuzugstag und eine lückenlose Wohnfolge sind weiter offen. Königstraße 23 ist sekundär als Adressbuchbefund überliefert. Der eigene Familienzuzug 1876 wird nicht aus der Angabe über den Vater übernommen. Die FürthWiki-internen Sterbeorte Düsseldorf/Köln-Lindenthal widersprechen sich; institutionelle Personenbiografien stützen Köln. Auch LeMOs gesonderte Jahreschronik nennt abweichend Düsseldorf. Eine Sterbeurkunde ist nicht eingesehen.
Quellen
Biografien: Hans Böckler, 1875–1951 · Lebensdaten; Fürther Gewerkschaftskartell1901–03; NS-Zeit und Nachkrieg.
Ehemalige Vorsitzende: Hans Böckler · Abschnitt Hans Böckler: Fürther Lehre, Vereinsgründung1895, Kommunalvertretung1902 und spätere Stationen.
FürthWiki: Hans Böckler (Fassung 833871) · Revision 833871 vom 2026-08-26T09:47:15Z; abgerufen 18.10.2026; Versionsgeschichte: https://www.fuerthwiki.de/wiki/index.php?title=Hans_B%C3%B6ckler&action=history ; CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/; eigene gekürzte und bearbeitete Zusammenfassung, keine Bilder übernommen.
Landtag NRW: Hans Böckler – Lebenslauf · Volksschule Fürth 1881–1888; gestorben 16.02.1951 in Köln.
LeMO: Hans Böckler · 1902 Vorsitzender AOK Fürth; gestorben 16.02.1951 Köln. Die gesonderte LeMO-Jahreschronik 1951 nennt abweichend Düsseldorf.
Einordnung im Melderegisterprojekt
MEL-P-0021; bestehende Verweise zu Kommunalpolitik, Arbeiterbewegung, Vereinen und Sport. Funktionsorte und Wohnorte getrennt halten.
Alle Menschen im Fürther Melderegisterprojekt
Quellenprüfung:16.Oktober2026. Historische Biografie aus dem Forschungsprojekt.
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Erweiterter Quellenabgleich: 18. Oktober 2026.