Paul Sahlmann

Fürther Jurist mit Berliner Berufsjahren; 1942 vom Fürther Bahnhofplatz nach Izbica deportiert.

Paul Sahlmann wurde am 31. Oktober 1884 in Fürth geboren. Die Familiengeschichte von Heinz und Thea Ruth Skyte führt ihn als Sohn Anton Sahlmanns und Marie, geborene Klein. Er studierte Rechtswissenschaft und arbeitete als Rechtsanwalt in Berlin. Die Darstellung berichtet von seiner Rückkehr in die Fürther Sahlmann-Villa 1939 und von einem gescheiterten Auswanderungsversuch nach Palästina.

Auch seine Misshandlung im Novemberpogrom und anschließende Haft in Dachau werden dort beschrieben. Die Fürther Opferliste nennt denselben Geburtstag, den Doktorgrad und als letzten Wohnort Bahnhofplatz 4. Sie verzeichnet seine Deportation am 22. März 1942 nach Izbica und führt ihn als vermisst. Die Verbindung aus Name, Geburtstag, Beruf und letzter Fürther Adresse stützt die Identifizierung über die verschiedenen Lebensstationen.

Lebensdaten

Geboren: 31.10.1884 in Fürth. Gestorben: nicht gesichert.

Weitere Namensformen: Dr. Paul Sahlmann.

Belegstand und offene Fragen

Familiengeschichte und Opferliste sind sekundäre Darstellungen; die Geburtsurkunde, Berliner Anwaltsakte und Transportliste wurden nicht im Original geprüft. Die Opferliste lässt den Geburtsort offen; Fürth stammt aus der Familiengeschichte. Rückkehr 1939 und Pogromhaft 1938 bilden keine lückenlose Wohnchronologie. Ein genauer Todestag oder Sterbeort wird nicht ergänzt.

Quellen

Our Family: The Sahlmanns in Fürth · PDF S.6–7: Kinder der zweiten Ehe Antons; Paul und Kurt; Pauls Rückkehr und Verfolgung.

List of Holocaust Victims from Fürth: R to Z · PDF S.15: Sahlmann, Paul, Dr.; Geburtstag; Bahnhofplatz4; Deportation22.03.1942; vermisst.

Einordnung im Melderegisterprojekt

MEL-P-0182 / FUE-P-000839; Schul- und Familienzweig Anton/Marie Sahlmann; Bahnhofplatz4 als letzter Wohnort laut Gedenkliste, keine neue Eigentumsbehauptung. Kurt Sahlmann bleibt eigener Mensch.

Weiterlesen: Kurt Sahlmann

Alle Menschen im Fürther Melderegisterprojekt

Quellenprüfung:16.Oktober2026. Historische Biografie aus dem Forschungsprojekt.