Lazarette: Standorte, Beobachtungen und offene Zahlen

Der Forschungsbestand umfasst 15 Standort- und Systemzeilen; Sammelknoten sind keine zusätzlichen Lazarette. Letzte datierte Beobachtungen wurden bislang teilweise als Schließungsdaten geführt. Diese Gleichsetzung ist aufgehoben.

Die Differenz 134 / 126 / 164 bleibt offen. Eine fehlende Standortzahl wird nicht aus der Differenz berechnet. Für die Maischule steht im Bestand noch ein Todesfall vom 2. Dezember 1918; eine Schließung im Oktober ist damit nicht belegt.

19 Unfallfälle P0016–P0034 sind bereits erfasst. Der frühere Ergänzungsauftrag ist korrigiert. Die Lazarett-Zähldifferenz 14 / 13 bleibt davon getrennt.

Peter Frank, FGB 4/2004, Druckseite 108

Zur Übersicht

Ergänzung v13: Datierte Editionsbeobachtungen; Handschriftenoriginal nicht eingesehen.

1915-01-28: Vereinslazarett im städtischen Siechhaus, Würzburgerstraße. Standortkandidat; Identität mit Versorgungshaus offen.

1915-09-25: TV 1860 nutzt seit 27. August die Gymnasiumturnhalle. Wirkdatum 27.08.; Meldedatum 25.09.; Clubturnhalle Lazarett.

1915-09-17: Transport: 960 Reisende, davon 98 in Fürth ausgeladen. 960 / 98 Transport / lokale Aufnahme. E0016 bereits vorhanden; keine Doppelanlage.

Quelle: Rieß-Edition 1915, lesbarer Spiegel: https://expydoc.com/doc/8991149/1915-januar-1.-die-truppen-der-garnison-ziehen-morgens-%C3%BCb...

Ergänzungv14: Zwei zusätzliche quellenbezogene Standortzeilen: Logenhaus als Kriegslazarettlager und Villa Löwengart als Außenstelle. Der Bestand umfasst nun15 Standort-/Systemzeilen; Systemknoten und Außenstellen ergeben keine Zahl selbstständiger Lazarette.

Rötschs PDF nennt im Logenhaus 40 Betten; seine Website beschreibt dagegen ein Material- und Lebensmittellager. Eine gesicherte Patientenkapazität wird daraus nicht übernommen. Die Villa Löwengart wird in der heutigen Uhlandstraße 35 als Außenstelle der Turnhalle beschrieben.

Das Siechhaus wird bei Rötsch anWürzburgerstraße108 verortet. Eine andere Darstellung beschreibt108 als späteres Nebengebäude. Die Identität mit dem Versorgungshaus bleibt offen.

Simon Rötsch, Fiorda14–18, Druckseite33

Nachprüfung v14: Der originale Verwaltungsbericht 1892, Druckseiten 16–17, nennt den Bezug des Versorgungshauses am 1. September. Die Käppner-Edition nennt eine Übergabe am 30. August. Diese Ereignisse werden getrennt dokumentiert. Die aktuelle Archivverzeichnung AR 31/160 und AR 31/165 nennt Würzburger Straße 108/110; die genaue Zuordnung der Gebäudeteile von 1915 bleibt offen.

Quellen: https://fiorda1418.wordpress.com/logenhaus-der-fuerther-freimaurer/ und https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11560014?page=21

Ergänzung v15: Das Originaladressbuch von 1899 führt das städtische Versorgungshaus an der Würzburgerstraße 110. Genannt werden Oberschwester Veronika Bodmer sowie die Schwestern Margareta Fluhrer, Maria Huber und Margareta Vestner. Diese Rollen gelten für 1899; die Betreuung im Krieg ist damit nicht belegt.

Die Druckseite108 des erneut am Druckbild geprüften FGB-Beitrags zeigt: Standortzahlen75+43+5+2+2+6+1=134; Jahreszahlen2+9+22+31+52+10=126; zusätzlich38 auswärtige Fälle ergeben164. Die Summen können erst mit der Einzelfallliste nach gemeinsamen Definitionen abgeglichen werden.

Prüfstand v16: Die13 bisher erfassten FEA-Lazarettfälle verteilen sich auf1917 zwei,1918 neun und1919 zwei. Franks Fließtext über14 junge Pioniere nennt dagegen1917/1918. Auch der46-jährige Heinrich Diem steht in der Tabelle. Ein fehlender14.Fall lässt sich aus diesen unterschiedlichen Populationen nicht bestimmen.

Ein Quellenfund zum Logenhaus wurde ausgeschlossen: Die eingesehene Feldpostkarte trägt den Briefstempel Logenhaus-Lazarett NÜRNBERG. Sie belegt keine Patientenunterbringung im Fürther Logenhaus.

Weitere Originalwege: Stadtarchiv AGr2/943 zur Oberrealschule nach Kriegsende; AGr2/132 zu Schulklassen im Lazarett1915; FotoplatteIII/25 und LithographieL93 zum Berolzheimerianum. Diese Findmittel sind gelesen, die Akten und Bilder selbst noch nicht.