Ärztinnen und Ärzte

Karl August von Solbrig – aus Fürth an die Spitze der frühen Psychiatrie

Karl August von Solbrig wurde am 17. September 1809 in Fürth geboren. Er studierte Medizin in München und entwickelte sein berufliches Interesse an der Behandlung psychisch erkrankter Menschen. Nach seiner Promotion 1831 und dem Staatsexamen beschäftigte er sich auf einer Studienreise mit Einrichtungen in Deutschland, Frankreich und Belgien.

Karl August Solbrig wuchs als Sohn eines Arztes in Fürth auf. Nach medizinischen Studien und Prüfungen reiste er 1836 mit einem Stipendium durch Deutschland, Frankreich und Belgien, um sich über die damalige Versorgung psychisch erkrankter Menschen zu informieren. Seine Hoffnung, die erworbenen Kenntnisse unmittelbar beim Aufbau einer neuen bayerischen Anstalt anzuwenden, erfüllte sich zunächst nicht: Der Bau in Erlangen verzögerte sich, sodass Solbrig vorübergehend als praktischer Arzt in seiner Heimatstadt arbeitete.

Von Fürth aus wurde er später zur Organisation der Erlanger Einrichtung herangezogen und 1846 zu ihrem Leiter ernannt. 1849 erhielt er eine Honorarprofessur; 1859 übernahm er die Leitung einer nach damaligen Vorstellungen modernen Anstalt in München. Solbrigs Fürther Jahre sind damit das Bindeglied zwischen der Ausbildung, einer Studienreise und seinem späteren Einfluss auf die institutionelle Psychiatrie. Zeitgenössische Loburteile über Anstaltsbehandlung sind dabei im Kontext der psychiatrischen Praxis des 19. Jahrhunderts zu lesen.

Eine entscheidende Station zwischen seinem Studium und der späteren Anstaltsleitung führte Solbrig wieder in seine Geburtsstadt. Auf einer Studienreise 1836 hatte er psychiatrische Einrichtungen in Deutschland, Frankreich und Belgien kennengelernt. Weil sich die geplante Erlanger Anstalt verzögerte, ließ er sich zunächst als praktischer Arzt in Fürth nieder. Erst nach der Fertigstellung wurde er 1846 Vorstand und Oberarzt in Erlangen. Im Jahr 1859 wechselte er an eine nach seinen Planungen entstandene Anstalt in München. Der berufliche Übergang zeigt, wie medizinisches Wissen aus internationalen Studienreisen über die Fürther Praxis in die institutionelle Psychiatrie Bayerns gelangte.

Quellen und Literatur

  1. https://www.deutsche-biographie.de/gnd11746001X.html
  2. https://www.deutsche-biographie.de/sfz80503.html

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