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Straßen-, Haus- und Quellenforschung

Warum es zwei Fürther Bahnhofstraßen gab

Eine Bahnhofstraße war schon 1875 zur Königswarterstraße geworden. Trotzdem nennen Fürther Adressbücher von 1891 und 1899 wieder eine Bahnhofstraße. Die Chronik liefert die Erklärung: 1889 wurde ein anderer Abschnitt, zuvor Teil der Peterstraße, ebenfalls in Bahnhofstraße umbenannt. Gleiche Straßennamen in unterschiedlichen Jahrzehnten müssen daher nicht dieselbe Lage meinen.

1875-03-11

Bahnhofstraße (frühere Ludwigsbahnseite) → Königswarterstraße

Straßenumbenennung eines älteren Abschnitts. Andere Bahnhofstraße im späteren Verlauf der Gustav-Schickedanz-Straße nicht gleichsetzen

historische Lexikonangabe mit Datum

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1889-05-09

Peterstraße zwischen Bahnhofplatz und Königswarterstraße → Bahnhofstraße

neue Benennung eines anderen Abschnitts. 9. Mai 1889 Chroniknotiz; allgemeine Inkraftsetzung 1. Januar 1890

retrospektive Chronikauszüge, explizit datierte Notiz

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1927

nördlicher Teil der Peterstraße → Bahnhofstraße

zusätzlicher Abschnitt. Originalbeschluss noch ausstehend

lokalhistorisches Nachschlagewerk

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Auch die Weinstraße ist nicht eindeutig

Der Name Weinstraße bezeichnete historisch unterschiedliche Strecken. Die obere Weinstraße nördlich der Ludwigseisenbahn wurde 1890 zur Promenade und ab 1912 zur Hornschuchpromenade. Ein anderer Abschnitt wurde zur Hindenburgstraße und 1946 zur Rudolf-Breitscheid-Straße. Die 94 im Forschungs-Master erfassten Weinstraßen-Nennungen werden erst nach Prüfung der historischen Lage und Nummerierung einzeln zugeordnet.

Hindenburgstraße (früher Weinstraße)

Rudolf-Breitscheid-Straße

Nicht die obere Weinstraße der späteren Hornschuchpromenade

Beleg

Obere Weinstraße, nördlich der Ludwigseisenbahn

Promenade (ab 1912 Hornschuchpromenade)

Keine pauschale Zuordnung der 94 Weinstraßen-Quellenbeobachtungen

Beleg

Vier einzeln belegte Hausgeschichten

Schützenstraße 9 → Wilhelm-Löhe-Straße 9

Färberfamilie Höfler

1717 Färberhaus; 1810 Familie Höfler; 1834 Mikwe-Badehaus

Hölzernes bzw. massives Badehaus nicht mit ganzem Wohngebäude gleichsetzen

Quellennachweis

Königsstraße 69/I → Nürnberger Straße 2/I

Susanna Engert (Zinnfiguren und Kartonage)

1886/1889 alte Geschäftsadresse; ab 1890 neue Angabe

Die 1902 genannte Nürnberger Straße 1 ist neue Anschrift; nicht als dieselbe Bauparzelle behaupten

Quellennachweis

Weinstraße 4 → Hindenburgstraße (später Rudolf-Breitscheid-Straße)

Gustav und Berta Schulewitsch

20. Jahrhundert

Nicht automatisch Nummernidentität in allen Perioden

Quellennachweis

Königsstraße 54 / zuvor Konskriptionsnr. 277 und I/391 → Königstraße 110

Gasthaus zum Posthorn / Kinderbewahranstalt 1837

1792–1890 vier Nummerierungsphasen

Identität historischen Anwesens; Umbauten und Besitzerwechsel separat prüfen

Quellennachweis

835 offene Beobachtungen sind keine 835 Häuser

Im Häuser-Master gibt es 835 historische Adress- und Personenbeobachtungen unter 48 Bezeichnungen, die nicht mit der städtischen Namensliste von 2019 wortgleich sind. Hier sind einige Straßenrelationen sicherer geworden, aber eine pauschale Übertragung sämtlicher alter Hausnummern ist ausdrücklich ausgeschlossen. Auch eine historische Kontakt- oder Firmenadresse beweist kein Wohnen oder Eigentum.

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Forschungsstand 11. Oktober 2026. Der Chronikauszug ist eine später redigierte Quelle; originale Magistratsbeschlüsse, Kataster und Hausnummernlisten stehen für weitere Einzelprüfungen aus.