← GeschichtenFürther Tagblatt · 1867
Arbeit, Mode und Hygiene hinter Fürther Adressen
Manche Biografien erscheinen in den Quellen nur als kurze Zeitungsanzeige. Gerade diese unscheinbaren Texte verraten viel über Erwerbsarbeit, Alltagskultur und Haushaltstechnik.
Untere Königsstraße 152, Hinterhaus
Eine Näherin sucht Arbeit
Eine junge Frau bot 1867 Nähen, Wäscheausbessern und Maschinennähen in Haushalten an. Das Inserat macht ihre Erwerbssuche sichtbar, lässt ihren Namen aber offen. Auch die Kontaktadresse belegt keine eigene Werkstatt.
Bayerische Staatsbibliothek: Fürther Tagblatt 1867, OCR/ScanAlexanderstraße 12
Waschen und Fegen gegen Lohn
Eine weitere Frau bot Haushaltsarbeit durch Waschen und Fegen an. Die Anzeige zeigt, wie sich Erwerbsarbeit außerhalb eines festen Firmenbetriebs dokumentieren lässt. Ihre Identität und der spätere Arbeitserfolg sind unbekannt.
Bayerische Staatsbibliothek: Fürther Tagblatt 1867, OCR/ScanGustavstraße 15
Mitleserinnen für Pariser Toiletten
In der Gustavstraße wurden 1867 Mitleserinnen für die Modezeitschrift Pariser Toiletten gesucht. Dieser kleine Fund verbindet weibliche Lektürekultur mit städtischem Konsum. Eine dauerhaft organisierte Lesegesellschaft ist damit nicht belegt.
Bayerische Staatsbibliothek: Fürther Tagblatt 1867, OCR/ScanSchwabacherstraße 50, zweiter Stock
Eine amerikanische Nähmaschine steht zum Verkauf
Eine Verkaufsanzeige von 1867 macht die Verbreitung moderner Nähtechnik greifbar. Die Quelle belegt weder die Fabrikmarke noch den Namen des Verkäufers.
Bayerische Staatsbibliothek: Fürther Tagblatt 1867, OCR/ScanKönigsstraße 18
Wanzenbekämpfung als Dienstleistung
Eine Anzeige nannte diese Anschrift als Bestelladresse für einen Wanzenbekämpfungsdienst. Sie eröffnet eine Geschichte über Wohnhygiene, erlaubt aber ohne zusätzliche Quelle keine gesicherte Zuordnung eines Firmeninhabers.
Bayerische Staatsbibliothek: Fürther Tagblatt 1867, OCR/ScanQuellenkritischer Hinweis: Die historischen Anzeigen sind Momentaufnahmen. Die Zuordnung heutiger Adressen, Eigentümer und vollständiger Lebensläufe erfordert zusätzliche Dokumente. OCR-Texte können Lesefehler enthalten.