← KleeblattmuseumGeschichten aus Fürth
Quellenbasierte Einblicke in Straßen, Häuser, Firmen und den Alltag der Stadt. Die Beiträge unterscheiden belegte historische Angaben von noch offenen Forschungsfragen.
Wo die Bergstraße und Rednitzstraße verschwanden
Die Gänsberg-Sanierung, historische Gasthäuser und Handwerker, neun neue Quellenknoten und die Abbrüche von 1974 – ohne falsche Gleichsetzung mit heutigen Hausnummern.
Die Haus- und Straßengeschichte lesen →Schützenstraße 9: Färberhaus, Bad und Mikwe an der Rednitz
Eine gesicherte Adressfolge zur heutigen Wilhelm-Löhe-Straße 9 – mit der Färberfamilie Höfler, jüdischer Badekultur von 1834 und historischen Hausnummern.
Neue Hausgeschichte lesen →Als die Bergstraße und Rednitzstraße verschwanden
Die Gänsberg-Sanierung veränderte zwei historische Straßenzüge vollständig. Quellenbelege lassen die früheren Häuser, Geschäfte und Menschen wieder sichtbar werden – ohne erfundene heutige Adressen.
Geschichte lesen →Königstraße 110: Vier Adressen, ein Hausstandort
Die alte Königsstraße, das Gasthaus Zum Posthorn, die Lehmus’sche Kinderbewahranstalt von 1837 und die vier Hausnummernsysteme.
Neue Häusergeschichte lesen →Wie Fürth Straßen umbenennt
Melli Beese statt Willy Messerschmitt, Bella Rosenkranz statt Adolf Schwammberger und die neue Mercedes-Benz-Straße: Drei dokumentierte städtische Entscheidungen.
Geschichte und amtliche Quellen lesen →Logenbrüder, Turnhallen und teure Adressen
Die Herkunft von Johannisstraße, Ritterstraße und Turnstraße – mit Häusern, Quellen und einer überraschenden Geschichte über die Futuria-Straße.
Neue Straßennamen-Geschichte lesen →Catharina van Lierd: Der Name hinter einem Fürther Hof
Eine Unternehmerin, die reformierte Minderheit, der Hofname „Fraveliershuf“ und alte Häuser Beim Liershof.
Haus- und Namensgeschichte lesen →Kompasse, Leberklöße und wechselnde Hausnummern
Christoph und Paul Stockert, Marcus Schelter und die Verbindung von Handwerk, Gastwirtschaft und Fürther Hausnummernreform.
Neue Quellenbiografie lesen →Wiederer: Von der Werkstatt zur Spiegelindustrie
Eine Familien- und Firmengeschichte von 1859 bis zum industriellen Ausbau in der Fürther Südstadt.
Geschichte lesen →Lion Löb: Ein Buchdrucker wird Fürther Bürger
Eine jüdische Familienbiografie anhand einer Staatsbürgerschaftsurkunde von 1896.
Biografie lesen →Das Israelitische Hospital: Menschen und Pflege
Die Krankenversorgung und ein Fotoalbum von 1936 mit der Erwähnung des Pflegers Isaac Schwab.
Geschichte lesen →Fürther Wohlfahrt im Jahr 1867
Ein zeitgenössischer Zeitungsbericht über Brennholz, Aussteuer, Krankenpflege, Schulwesen und Fürsorgevereine.
Quellengeschichte lesen →Vier Hausgeschichten aus dem Fürther Tagblatt 1867
Garküche, Kindergarten, Dienstbotenvermittlung und Krankenpflege anhand zeitgenössischer Anzeigen.
Geschichten lesen →Neu: Arbeit, Mode und Hygiene im Fürth von 1867 →
Friedrich Lehmus und Isaak Hallemann
Zwei Fürther Straßennamen, kirchliche Kinderbewahranstalt 1837, jüdisches Waisenhaus 1868 und Gedenken 1982.
Geschichte lesen →1883–1929
Wie die Fabrikstraße verschwand
Die Fabrikstraße lag im Süden Fürths. 1929 wandten sich Bewohner an die Stadtverwaltung: Ihre Wohnstraße solle nicht nach wenigen benachbarten Fabriken heißen. Die Stadt gab dem Anliegen statt und ordnete den Abschnitt der Neumannstraße zu. Der Vorgang zeigt, dass Straßennamen nicht nur Orientierung boten, sondern auch das Selbstbild eines Wohnviertels prägten.
1831
Die Pechhütt’n: ein frühes Haus südlich der Bahn
Die spätere „Pechhütt’n“ gilt als eines der ersten Häuser der sich entwickelnden Fürther Südstadt. Sie entstand 1831 als Ausflugsgaststätte. Der Schuhmacher und Käsehändler Georg Bosch ließ das Anwesen errichten und bemühte sich um die Erlaubnis für eine Sommerwirtschaft. Der Fall verbindet Baugeschichte, kleingewerbliche Initiative und den Wandel der Stadtgrenze. Überlieferte Anschriften und die spätere Hausnummerierung müssen bei weiteren Zuordnungen gesondert geprüft werden.
Ausführliche Hausgeschichte lesen →1935
Die Südstadt nach dem Konkurs der Spiegelfabrik
Als die Spiegelfabrik Wiederer 1935 Konkurs anmeldete, betraf das mehr als einen Industriebetrieb. Eine spätere Darstellung der Stadtheimatpflege beschreibt den Antrag eines Kantinenpächters, weiter Gäste benachbarter Firmen zu bedienen. Die damalige Erhebung erfasste im Umkreis von 250 Metern zwölf Gaststätten, fünf Bierwirtschaften und ein Milchhäuschen. Der Fall macht die einst dichte Verbindung von Industrie, Arbeiterschaft und Gastronomie greifbar; als nächster Schritt sind die zeitgenössischen Verwaltungs- und Pressebelege nachzuprüfen.
1920er-Jahre bis 2021
Die Tankstelle Miederer an der Waldstraße
Die Familie Miederer betrieb spätestens seit Mitte der 1920er-Jahre eine Tankstelle in der Südstadt. Ihr späterer Standort war Waldstraße 31. Nach einer Darstellung der Stadtheimatpflege gingen am 18. Oktober 2021 Teile der historischen Bauten verloren. Für die Fürther Verkehrsgeschichte bleibt der Betrieb ein wichtiger Anknüpfungspunkt.
Forschungsstand 10. Oktober 2026. Zeitgenössische Originalbelege können die Artikel künftig weiter vertiefen.