Sport · Personen · 1903–1914
Paula und Heinrich Röck: Leben auf der Alten Fürther Hütte
Weit entfernt von Fürth, auf fast 2.800 Metern Höhe in den Südtiroler Bergen, bewirtschafteten Paula und Heinrich Röck aus Sand in Taufers die Alte Fürther Hütte.
Zwischen 1902 und 1903 errichtete die Fürther Alpenvereinssektion am Gänsebichljoch in der Rieserfernergruppe eine kleine Hütte mit ungefähr 18 Schlafplätzen. Von 1903 bis 1914 stand sie in den Sommermonaten Bergsteigern offen. Paula und Heinrich Röck versorgten die Gäste; die Hüttenchronik berichtet von Lob für Küche und Aufnahme.
Auch weitere Beschäftigte halfen mit, darunter Köchinnen und Träger aus dem Alpenraum. Am 27. Juli 1914 trug sich Friedrich August, König von Sachsen, mit einem Adjutanten in das Hüttenbuch ein. Wenig später beendete der Erste Weltkrieg die gewohnte Saison. Die 1919 erfolgte Abtretung Südtirols an Italien änderte die politische Lage der Hütte grundlegend.
Die Hüttengeschichte ist damit zugleich eine Geschichte von Arbeitsmigration, Gastfreundschaft, Tourismus und den Folgen des Krieges. Die Namen Röck allein erlauben keine Gleichsetzung mit gleichnamigen Personen aus dem Fürther Sportregister.