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Die Pechhütt’n – ein Haus erzählt Fürther Geschichte

Das Haus an der heutigen Schwabacher Straße 53 verbindet mehrere Generationen der Fürther Südstadt: eine frühe Ausflugsgaststätte, ein ungewöhnliches Gewerbe und eine Hausgeschichte, die bis in die Erinnerungen eines Stadtarztes reicht.

1831 wurde der freistehende Eckbau von Maurermeister Meyer und Zimmermeister Georg Herrlein als Ausflugsgaststätte errichtet. Bauherr war der Schuhmacher und Käsehändler Georg Bosch. Eine Sommerwirtschaft durfte er allerdings zunächst nicht betreiben: Die behördliche Genehmigung blieb vorerst aus.

1848 erhielt J. A. Reichel die Genehmigung, an diesem abgelegenen Standort Schwefelhölzer herzustellen. Ein möglicher Zusammenhang zwischen der Produktion und dem Namen „Pechhütt’n“ erscheint plausibel, ist jedoch nicht als gesicherte Namensherkunft nachgewiesen.

1872 übernahm Johann Georg Weber das Anwesen vom Wirt Georg Ammon. Damit erklärt sich die weitere Bezeichnung „Weber’s Haus“. Nach Webers Tod ließ seine Witwe Anna Marg. Weber 1902 einen rückwärtigen Anbau durch den Architekten Adam Egerer errichten.

In seinen 1932 veröffentlichten Erinnerungen erwähnte Stadtarzt Dr. Emil Stark das „Weber’s Haus“. Hier treffen sich die Überlieferungen zur Baugeschichte, zum Gaststättenwesen und zur Medizingeschichte Fürths.

Forschungsstand 10. Oktober 2026