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Wiederer: Von der Werkstatt zur Spiegelindustrie

Die Geschichte von Wiederer & Co. zeigt, wie aus der beruflichen Existenz eines zugewanderten Glasschneiders ein Industrieunternehmen in Fürth wurde.

1859 erhielt der aus Zwiesel stammende Nicolaus Wiederer die Erlaubnis, sich in Fürth als Glasschleifer, Glasfacetier sowie Glas- und Steingraveur niederzulassen. Der Betrieb begann an der damaligen Friedrichstraße 18 und arbeitete später am Helmplatz 7.

Wiederer heiratete Katharina Schwarz. Ihre Söhne Georg, Konrad und Peter stammten aus einer früheren Beziehung und wurden für die weitere Familiengeschichte bedeutsam. Nach Nicolaus Wiederers Tod am 17. Januar 1878 übernahmen die Stiefsöhne Georg und Konrad Schwarz die Geschäfte.

Der Umzug in den industriell geprägten Süden der Stadt 1880/81 erfolgte erst nach seinem Tod. Die spätere Fabrik erstreckte sich über den Bereich zwischen Leyher Straße, Ritterstraße, Waldstraße und Kaiserstraße. Ihre Entwicklung ist zugleich eine Geschichte des Fürther Spiegelgewerbes und des Stadtwachstums.