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Fürther Firmengeschichte bis 1945
BERMAS Kofferfabrik
Lederwaren, Reisekoffer, Lederaccessoires und später Reisegepäck
Zeitlicher Ausgangspunkt: 1919 gegründet (Firmenrückblick); eigener Fürther Rechnungsbeleg von 1939
Unternehmensgeschichte
Die Fürther Kofferfabrik BERMAS entstand nach späteren Unternehmensdarstellungen 1919 durch Wilhelm Schneider sowie die Partner Berlin und Maler. Der Name fasst Bestandteile der drei Familiennamen zusammen. Als frühe Erzeugnisse sind Lederkoffer, Ledergamaschen, Pferdegeschirre und Papierkörbe überliefert. Die Rollen und der Austritt der beiden Mitgründer sind noch durch Handelsregister und Personalakten abzusichern.
1931 bezog beziehungsweise nutzte BERMAS Gebäudeteile des älteren Spiegelfabrikareals Winkler & Kütt an der Langen Straße. Die frühere Spiegelproduktion und die Lederwarenfabrikation gehören zu unterschiedlichen Unternehmen; die gemeinsame Gebäudeadresse beschreibt eine Standortfolge, keine Firmenfusion. Eine für den 8. Mai 1939 datierte Rechnung im Zweckerl-Bestand benennt die Kofferfabrik Fürth in der Langen Straße 79–81.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Produktionsstandort schwer beschädigt. Die spätere Fortsetzung des Koffergeschäfts außerhalb Fürths gehört in ein getrenntes Nachkriegskapitel; das heutige Kulturzentrum „Kofferfabrik“ ist keine automatische Fortführung des damaligen Unternehmens.
Personen und ihre Rollen
Wilhelm Schneider (Gründer laut Firmenüberlieferung), Mitgründer Berlin und Maler (Vornamen noch offen); die späteren Söhne Max und Willy Schneider gehören in die geprüfte Inhaberfolge.
Adressen und Betriebsstätten
Lange Straße 79–81, Fürth, Rechnung 1939; Industrieareal der früheren Spiegelfabrik Winkler & Kütt. Eigentümer-, Miet- und Grundstücksfragen 1931–1945 gesondert prüfen.
Verwandte Firmen und Gebäude
Historische Quellenfälle im Forschungsregister: Bermas
Quellenstand und offene Verbindungen
1919 ist bislang ein rückblickend überliefertes Gründungsjahr; der Rechnungsbeleg von 1939 ist ein konkreter Firmennachweis. Der Wechsel des Areals von Glas zu Kofferfertigung ist eine Standort- und keine Rechtsnachfolge.
Quellen: Geschichte der Kofferfabrik, Jubiläumsbericht und Zweckerl-Firmenbeleg 1939.