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Fürther Firmengeschichte bis 1945
Carl Eckart / Standart-Bronzefarbenwerke
Goldschlägerei, Bronzefarben und Metallpulver
Zeitlicher Ausgangspunkt: 1876
Unternehmensgeschichte
Carl Eckart begann 1876 in einer Werkstatt seines Onkels als Goldschläger. Um 1900 kam eine Bronzefarbenfabrik in der Erlanger Wöhrmühle hinzu; 1902 wurde die Marke „Standart“ eingetragen. Die Produktion wanderte 1918 nach Güntersthal bei Velden, während der Firmensitz in Fürth an der Maxstraße 12 blieb. 1914 übernahm Eckart das Bronzewerk G. M. Lindau in Doos, 1918 die Firma G. Lepper in Hersbruck. Nach Carls Tod 1928 führten Sohn Jakob und Schwiegersohn Heinz Neidhardt den Betrieb. In den 1930er Jahren übernahm Eckart weitere Bronzefabriken, darunter 1934–36 Eiermann & Tabor und H. Krakenberger. Für 1943 sind im Werk Güntersthal 306 einheimische Beschäftigte sowie 333 Zwangsarbeiter aus Frankreich und der Sowjetunion belegt.
Personen und ihre Rollen
Carl Eckart; Sohn Jakob Eckart; Schwiegersohn Heinz Neidhardt; verkaufende Eigentümer und Zwangsarbeitergruppen einzeln weiter erforschen.
Adressen und Betriebsstätten
Firmensitz Maxstraße 12; frühere Fürther Werke Kaiserstraße; Wöhrmühle bei Erlangen; Doos; Hersbruck; Güntersthal bei Velden. Jakob Eckart bewohnte später Aldringstraße 17, 1941 von den Erben Ludwig Auerbachs erworben.
Quellenstand und offene Verbindungen
Die Firmenübernahmen der 1930er Jahre fanden im Kontext der Verdrängung jüdischer Unternehmer statt. Der genaue Rechtsvorgang ist je Firma separat zu belegen. Zwangsarbeit im Werk Güntersthal ist für Ende 1943 im FGB-Bericht beziffert.
Gilbert Krapf, Fürther Geschichtsblätter 1/2010, S. 13–19; Firmen- und Archivquellen