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Fürther Firmengeschichte bis 1945
Christian Winkler & Sohn
Tafel- und Spiegelglas; Glasversilberung und Veredelung
Zeitlicher Ausgangspunkt: 1829 nach späterer Firmenüberlieferung; ab dem 19. Jahrhundert mehrfach historisch belegt
Unternehmensgeschichte
Die Fürther Tafel- und Spiegelglasfabrik Christian Winkler & Sohn wird in der örtlichen Firmenüberlieferung auf 1829 zurückgeführt. Für 1853 wird Ludwig Winkler als Spiegelglasfabrikant und Bauherr der Rosenstraße 3 genannt. Hofseitige Räume waren für das Belegen von Glas vorgesehen. Das macht die Rolle Fürths als Veredelungszentrum deutlich; eine eigene Rohglasschmelze an dieser Adresse ist dadurch nicht belegt.
Ludwig Winkler soll 1862 ein Verfahren zur Silberbelegung anstelle der älteren Quecksilbertechnik eingeführt und patentiert haben. Diese technische Entwicklung sollte noch anhand des ursprünglichen Patents geprüft werden. Im Ausstellungskatalog von 1882 und in Angaben von 1896 erscheint die Firma mit Tafel- und Spiegelglas im Produktprogramm. Als Inhaber werden Paul Winkler, Ludwig Winkler junior und Eduard Stützel genannt.
Ein Archivfindmittel des Bayerischen Hauptstaatsarchivs verzeichnet für 1920 bis 1928 eine Akte über einen Kredit für die Spiegelglasfabrik Winkler in Fürth. Der Eintrag bestätigt eine spätere wirtschaftliche Spur unter diesem Namen, belegt für sich genommen jedoch keine unveränderte Rechtsform oder Inhaberfolge seit 1829.
Das Stadtarchiv Fürth führt unter AGr. 8/649/A121 eine Gewerbeakte „Winkler & Sohn“ für 1917–1918. Das Findmittel belegt die Aktenüberlieferung, aber weder die rechtliche Identität mit sämtlichen ähnlich benannten Winkler-Firmen noch die genaue Inhaberfolge. Die Akte selbst muss noch eingesehen werden.
Ein eigenständiges staatliches Findmittel verzeichnet beim Bayerischen Hauptstaatsarchiv die Kreditakte MHIG 5058 (Altsignatur MWi 6622) zur „Spiegelglasfabrik Winkler in Fürth“, Laufzeit 1920–1928. Zusammen mit der Fürther Gewerbeakte „Winkler & Sohn“ von 1917–1918 entsteht ein übergreifender Aktenprüfpfad; die Gleichheit der Rechtsträger wird damit noch nicht bewiesen.
Personen und ihre Rollen
Christian Winkler als früher Firmengründer in der Überlieferung; Ludwig Winkler als Spiegelglasfabrikant und Bauherr 1853; Paul Winkler, Ludwig Winkler junior und Eduard Stützel als Inhaber der späteren Phase. Familien- und Gesellschafterbeziehungen einzeln prüfen.
- Paul Winkler – Christian Winkler & SohnPaul Winkler ist 1882/1896 als Inhaber dokumentiert; das öffentliche Personenprofil wird als Namensanker verlinkt, weitere Identitätseigenschaften sind separat zu prüfen
Adressen und Betriebsstätten
Rosenstraße 3 als Betriebs-/Kontorbezug; Wohnadresse und Fabrikbetrieb nicht automatisch gleichsetzen. Spätere Standorte und die Winkler & Kütt-Linie an der Langen Straße müssen getrennt belegt werden.
Verwandte Firmen und Gebäude
Historische Quellenfälle im Forschungsregister: Chr. Winkler & Sohn, Christian Winkler & Sohn
Quellenstand und offene Verbindungen
Das Jahr 1829 entstammt einer rückblickenden Darstellung. Die Akte von 1920–1928 darf nicht ohne Handelsregisterbeleg als lückenlose Fortsetzung derselben Gesellschaft gelesen werden. Die Familienidentität mehrerer Ludwig Winkler ist sorgfältig abzugrenzen.
Quellen: FürthWiki mit Katalogangaben von 1896, Bau-/Unternehmensforschung zu Rosenstraße 3 und BayHStA-Findmittel MHIG 5058.