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Fürther Firmengeschichte bis 1945
Hammerer & Kühlwein
Blech- und Papierspielwaren
Zeitlicher Ausgangspunkt: 1926
Unternehmensgeschichte
Die spätere Firma bündelte zwei zunächst getrennte Kleinbetriebe. Johann und Margareta Hammerer begannen um 1909 im Hinterhaus der Schwabacher Straße 164 mit Blechspielzeug; 1911 firmierten beide gemeinsam und produzierten in der Holzstraße 44. Johann Kühlwein führte eine Kartonagenfabrik in der Marienstraße 7. Nach den wirtschaftlichen Schwierigkeiten der Nachkriegszeit wurden beide Betriebe getrennt verkauft. Moritz Saalheimer übernahm zunächst Hammerer, später auch Kühlwein; 1926 erschien die gemeinsame Firma Hammerer und Kühlwein, 1928 folgte der Registereintrag. Die Produktion wechselte Ende der 1920er Jahre nach Nürnberg. 1938 wurde Saalheimer zum Verkauf gezwungen; Eduard Mödel und Max Zeilein erwarben das Unternehmen zum festgesetzten Preis, der auf ein Sperrkonto floss. Saalheimer emigrierte nach London. 1945 wurde der Nürnberger Betrieb bei einem Luftangriff zerstört.
Personen und ihre Rollen
Johann und Margareta Hammerer; Johann Kühlwein; Moritz Saalheimer; Hermann Gutmann als Zwischenübernehmer der Kühlwein-Fabrik; Eduard Mödel und Max Zeilein als Erwerber 1938; Adolf Saalheimer in London.
Adressen und Betriebsstätten
Schwabacher Straße 164 (Anfang); Holzstraße 44 (1911); Kühlwein: Marienstraße 7; Lobitzstraße 7 (1926); später Gibitzenhofstraße und Geisseestraße in Nürnberg; 1938 Solgnerstraße.
Verwandte Firmen und Gebäude
Historische Quellenfälle im Forschungsregister: Hammerer & Kühlwein
Quellenstand und offene Verbindungen
Die Zusammenführung 1926 ist von den früheren Einzelbetrieben zu unterscheiden. Der Verkauf 1938 wird in der Fachliteratur als Zwangsarisierung beschrieben; Kaufpreis 40.000 RM plus Schulden, Einzahlung auf Sperrkonto und Emigration nach London sind sekundär berichtet. Primärakten zu Kaufvertrag und Entschädigung nachziehen.
Karl Arnold, „Fürther Spielwarenproduktion“, Fürther Geschichtsblätter 3/2008, S. 71–79; dort Adressbücher 1905, 1909, 1911 und 1921 sowie Gewerberegister genannt