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Fürther Firmengeschichte bis 1945
Hutzler & Pretsfelder AG – Metall- und Lackierwaren
Metallwaren und Lackierwaren, Liquidation und NS-Vermögensentziehung
Zeitlicher Ausgangspunkt: 1923 Bildung der AG laut regionalhistorischer Untersuchung; Originalrechnung von 1934
Unternehmensgeschichte
Eine regionale Untersuchung zu den Beierfelder Werken datiert die Gründung der Hutzler & Pretsfelder AG auf 1923 durch den Zusammenschluss von Ludwig Hutzler (Beierfeld), Lange & Co. (Fürth) und Gebrüder Pretsfelder (Stadeln und Stolberg). Eine erhaltene Firmenrechnung vom 23. Mai 1934 bestätigt die AG in Fürth.
Die AG befand sich laut der Beierfelder Darstellung seit 1. Mai 1935 in Liquidation; ab 1. Januar 1936 wurde der Beierfelder Betrieb unter der Firma Ludwig Hutzler als Einzelbetrieb weitergeführt. Diese Vorgänge sind vom späteren nationalsozialistischen Vermögensentzug zu unterscheiden. Fürth, Stadeln, Beierfeld und Stolberg müssen als rechtlich und örtlich differenzierte Standorte erfasst werden.
Die lokalhistorische Dokumentation beschreibt 1938 eine unter NS-Druck durchgeführte Grundstücksübertragung der Simonstraße 6 und komplizierte Berichtigungen im Grundbuch bis 1940. Simonstraße 6 und 8 wurden laut dieser Rekonstruktion 1951/52 zurückerstattet; die Erben veräußerten die Anwesen 1958. Das Staatsarchiv Nürnberg bewahrt unter Nr. 1494 zusätzliche Wiedergutmachungsakten zu Dambach und Stadeln (1949–1952).
Personen und ihre Rollen
Isaak Hutzler und Nathan Pretsfelder als wichtige frühere Geschäftsinhaber laut Dokumentation; Ignatz Hutzler als Betreiber des Beierfelder Werks ab 1936; Karl Holz im NS-Grundstücksvorgang; keine ungeprüfte Gleichsetzung der Hutzler-Personen.
Adressen und Betriebsstätten
Fürth Simonstraße 6 und 8, Stadeln, Beierfeld und Stolberg/Sachsen; Archivobjekte Dambach Lindenstraße 22, Stadeln Nr. 75 und 81.
Quellenstand und offene Verbindungen
AG-Liquidation 1935, Standortfortführung ab 1936 und Vermögensentziehungen 1938 getrennt darstellen; Originalregister/Grundbuchakten für exakte Rechtsform und Eigentumsfolge notwendig.
Originalrechnung 1934 und historischer Begleittext bei Alemannia Judaica; Spiegelwaldbote 2019 zur Beierfelder Werkgeschichte; StAN BLVW Außenstelle Nürnberg Nr.1494 (Findmittel).