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Fürther Firmengeschichte bis 1945

Tafel-, Salin- und Spiegelglasfabriken AG / DETAG

Tafelglas-Industrie; Fürther Gesellschaft und auswärtige Werke

Zeitlicher Ausgangspunkt: 1899 nach Rubner; archivalischer Teilnachweis 1919–1922

Unternehmensgeschichte

Die Gesellschaft ist älter als der bisher hervorgehobene Aktenzeitraum 1919–1922. Heinrich Rubner beschreibt für 1899 den Zusammenschluss der alten und neuen Weidener Glashütte einschließlich des Mitterteicher Zweigbetriebs und der Fürther Spiegelbelege zur Tafel-, Salin- und Spiegelglasfabrik AG. Sein Aufsatz von 1971 nennt als weiteren Prüfweg das Handbuch der deutschen Aktien-Gesellschaften, 17. Auflage, Berlin 1913, Band II, Seite 942. Dieses Handbuch wurde hier noch nicht im Original geprüft.

Otto Seeling wurde 1922 in den Vorstand berufen. Nach Eva Mosers Beitrag in der Neuen Deutschen Biographie erwarb er 1927 eine Lizenz für das maschinelle Fourcault-Verfahren und führte 1932 mehrere Tafelglashütten zur Deutschen Tafelglas AG (DETAG) zusammen. Die konkrete juristische Abfolge von Zusammenschluss und Umfirmierung bleibt anhand von Register und Geschäftsberichten zu bestimmen.

Für die NS-Zeit unterscheidet die NDB Seelings Verbandsfunktionen von seiner Unternehmensleitung: Nach 1933 war er stellvertretender Leiter der Wirtschaftsgruppe Glasindustrie und Leiter der Fachgruppe Flachglas; 1942 verlor er laut NDB die Verbandsämter und führte die DETAG weiter. Die CSU-Biografie datiert eine weiter gefasste Enthebung bereits auf 1941. Dieser Unterschied bleibt sichtbar, bis zeitgenössische Unterlagen vorliegen. Fürth als Gesellschafts- und Verwaltungsort ist von den Glashütten in der Oberpfalz zu trennen.

Personen und ihre Rollen

Otto Heinrich Seeling (1891–1955), Vorstand ab 1922. Die frühere Einstufung als bloß mögliche Leitungsfigur ist überholt. Karola Löffler und Hugo Bechmann aus dem Immobilienkontext nicht ohne eigenen Beleg zu Firmenorganen erklären.

Adressen und Betriebsstätten

Fürth: Nürnberger Straße 21 als bisheriger Geschäfts-/Archivadressanker; Hornschuchpromenade 7 als gesonderter Immobilienfall. Weiden und Mitterteich als Produktionsorte nach Rubner, nicht als Fürther Stadtadressen. Historische Adresszeiträume noch registerseitig abgleichen.

Quellenstand und offene Verbindungen

1899 ist fachhistorisch belegt, der Gründungsregistereintrag noch offen. 1932: juristische Form des Zusammenschlusses prüfen. Verbandsenthebung 1941/1942 widersprüchlich; nicht ungeprüft als Ende der DETAG-Leitung ausgeben. BayHStA MHIG 10129 sowie StAN 1702/1869–1872 bleiben Aktenprüfaufträge. Nicht mit DGS oder Spiegelglas-Union verschmelzen.

Heinrich Rubner, Die Anfänge der großen Industrie in der Oberpfalz, VHVO 111 (1971), S. 183–196, hier S. 189–190 (PDF-Seiten 7–8), besonders Fusion 1899. Eva Moser, Seeling, Otto Heinrich, NDB 24 (2010); CSU-Geschichte, Otto Seeling, abweichende Datierung 1941. Prüfstand 15.10.2026.

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