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Fürther Firmengeschichte bis 1945

VERA Bleistift-Fabrik

Bleistift- und Farbstiftfabrikation / Marke VERA

Zeitlicher Ausgangspunkt: 1856 nach HdBG; Firma direkt 1859, Jos. Illfelder 1896/1899; VERA-Markenbeleg 1925

Unternehmensgeschichte

Die Fürther Bleistiftfabrikation führt das Haus der Bayerischen Geschichte auf die Gründung durch Daniel Berolzheimer und Leopold Illfelder 1856 zurück. Heinrich Berolzheimer, Daniels Sohn, habe nach dessen Tod 1859 die väterliche Position übernommen. Das ist präziser als die abweichende Gründerangabe Heinrich in anderen Rückschauen; der Gründungsvertrag von 1856 bleibt dennoch zu prüfen.

Das Originaladressbuch 1859 bestätigt Berolzheimer und Illfelder als Bleistiftfabrik mit Dampfbetrieb, Fabrik und Comptoir unter den damaligen Hausnummern 271/272 im Hauptbezirk Schwabacher Straße. Heinrich Berolzheimer wird als Teilhaber, Johann Sigmund Haas als Werkführer genannt. Diese alten Hausnummern werden ohne Nummerierungskonkordanz nicht mit der späteren Schwabacher Straße 52 gleichgesetzt.

Die Originalseiten der Adressbücher 1896 und 1899 verbinden Personen- und Betriebsdaten eindeutig: 1896 steht die Firma Josef Illfelder als Bleistiftfabrik in der Schwabacher Straße 52; Max Illfelder ist ausdrücklich ihr Alleininhaber und unter Maxstraße 25, Parterre und erster Stock, eingetragen. 1899 nennt das Buch Jos. Illfelder als Blei- und Farbstiftfabrik und Max weiterhin als Inhaber an derselben persönlichen Anschrift. Die gemeinsame Telefonnummer 384 stützt die Verbindung. Der Name Josef/Jos. bezeichnet hier die Firma und beweist nicht, dass der Namensgeber damals noch lebte. Auf der Seite von 1896 steht zugleich die gesonderte Kommissions- und Exportfirma Leopold Illfelder & Co. Nachfolger (Bechmann & Ullmann), Maxstraße 31.

Ein amtlicher Markenbeleg schließt die Brücke zu VERA: Die Wiadomości Urzędu Patentowego, Heft 2 vom 28. Februar 1925, Druckseite 119, veröffentlicht unter Nr. 2909 die Wortmarke VERA für Jos. Illfelder, Fürth in Bayern. Daneben wird unter Nr. 2911 ein sechszackiges Bildzeichen derselben Firma gezeigt. Beide Einträge tragen das Datum 27. Januar 1925 und die gesonderte Angabe Pierw. 23. Dezember 1919. Die Warenlisten umfassen Bleistifte und weitere Schreib- und Zeichenmittel. Das ist ein Markenbeleg; ein technisches Patent oder ein Gründungsdatum wird daraus nicht abgeleitet.

Für 1936 berichtet Alemannia Judaica vom Übergang an Hans C. Schwarz. Die Erwerbsbedingungen und die nachfolgende Eigentumsentwicklung sind weiterhin aus Register- und Rückerstattungsakten zu bestimmen. Der amtliche Bestandskontext nennt hierzu den VERA-Vorgang 1509, Schwabacher Straße 52, Laufzeit 1949–1952. Die amerikanische Eagle Pencil Company und die Spielwarenlinie Illfelder/Bechmann & Ullmann bleiben eigene Rechtsträgerfragen. Über Heinrichs Sohn Emil und das Berolzheimerianum bestehen zudem nachvollziehbare Anknüpfungen an den Schul- und Alltagsmaster.

Personen und ihre Rollen

Daniel Berolzheimer und Leopold Illfelder: Gründer 1856 nach HdBG. Heinrich Berolzheimer: 1859 direkt als Teilhaber belegt. Johann Sigmund Haas: Werkführer 1859. Max Illfelder: Alleininhaber 1896, Inhaber 1899 der Firma Josef/Jos. Illfelder. Emil Berolzheimer: Sohn Heinrichs nach HdBG; Schulmaster führt ihn als FUE-P-000707 / SL-0001. Hans C. Schwarz: Übergang 1936 nach Rückschau.

Adressen und Betriebsstätten

1859: alte Hausnummern 271/272 im Hauptbezirk Schwabacher Straße, Fabrik/Comptoir. 1896/1899: Fabrik Schwabacher Straße 52; persönliche Anschrift Max Illfelders Maxstraße 25, p. und I. Gesonderte Exportfirma Maxstraße 31 im Adressbuch 1896. Berolzheimerianum: Bildungs-/Stiftungskontext Theresienstraße 1, kein Fabrikstandort.

Verwandte Firmen und Gebäude

Historische Quellenfälle im Forschungsregister: VERA Bleistift-Fabrik

  • VERA BleistiftfabrikDaniel Berolzheimer und Leopold Illfelder gründeten 1856 die Bleistiftfabrik, Heinrich stieg 1859 ein

Quellenstand und offene Verbindungen

Die Originalseiten sichern den Betrieb 1859, Max als Inhaber 1896/1899 und die Marke VERA 1925. Die Übergänge 1876/1877/1880 gegenüber der Angabe 1882 bleiben ungeklärt. Gründervertrag 1856, rechtliche Kontinuität der Firmierungen, Übertragung 1936 und Akte 1509 noch offen. Alte Nummern 271/272 nicht ohne Konkordanz auf heutige Nummern übertragen. Pierw. 1919 als gesonderte Registerangabe transkribiert; ursprüngliche Anmeldung und Schutzverlauf nicht untersucht. Keine Rechtsnachfolge aus Familienname oder Stiftungskontext ableiten.

Originalseiten visuell geprüft: Adressbuch Fürth 1859, Druckseite 19 / Scan 27; 1896, Druckseite 93 / Scan 137; 1899, Druckseite 94 / Scan 160. Wiadomości Urzędu Patentowego, Rok II, Zeszyt 2, 28.02.1925, Druckseite 119 / PDF-Seite 31, Nr. 2909 und 2911, Originalbild geprüft. HdBG Heinrich Berolzheimer als biografische Rückschau. Crosscheck Schulmaster v118 und Alltagsmaster v284 am 15.10.2026; externe Mappen nicht verändert.

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