Historischer Adresszeitstand · Vor 1890
Hirschenstraße 42
1854 · Wohnhaus
Historische Bezeichnung: Hirschenstraße 42
Diese Seite gibt eine datierte Quellenbeobachtung wieder. Sie beweist weder über Jahrzehnte gleichbleibende Hausnummern noch eine vollständige Bewohner-, Eigentümer- oder Firmenfolge. Die Umnummerierung vom 1. Januar 1890 wird nicht stillschweigend überbrückt.
Hausgeschichte
Hirschenstraße 42 ist im Fürther Forschungsregister als Wohnhaus erfasst. Der überlieferte Ortsteil lautet Fürth. Die Hauptüberlieferung des Objektdatensatzes setzt 1854 ein und reicht bis 1854; hinzugefügte Einzelbelege können davon abweichen. Menschen, Betriebe und datierte Beobachtungen
In den Quellen für 1854 werden genannt: Konrad Waiz (Planer/Baumeister) [Wohnhaus].
In den Quellen für 1854/55 werden genannt: Konrad Waiz (Planer/Baumeister) [Wohnhaus]. Bausubstanz und Veränderungen Der im Baugeschichte-Master mit demselben historischen H-Knoten verknüpfte Registerdatensatz nennt frühere Nutzung: Wohnhaus; spätere Nutzungen: Konrad Waiz – Planer/Baumeister – Wohnhaus. Solche Registerangaben werden nicht ohne Einzelbeleg auf alle historischen Adressphasen übertragen. Einordnung der Forschung Konrad Waiz; Gemeinsam mit Johann Gran; Rückgebäude 1910 und Aufstockung 1928 separat. Forschungsgrenzen Die Angaben beschreiben datierte Quellenbeobachtungen. Weder wiederkehrende Familiennamen noch gleiche Hausnummern über die Umnummerierung von 1890 hinweg beweisen für sich genommen eine dauerhafte Baukörper-, Eigentümer- oder Parzellenidentität.
Baugeschichte und Gewerbe – vertiefter Straßenzug
Vom spätklassizistischen Wohnhaus zum Hinterhof-Gewerbebau
Der dokumentierte Wohnbau an der heutigen Hirschenstraße 42 stammt nach der Fürther Denkmalliste von Konrad Waiz und Johann Gran aus den Jahren 1854/55. Er ist ein dreigeschossiger traufständiger Sandsteinquaderbau mit Satteldach, Sohlbankgesimsen und Stichbogenfenstern. Diese beiden Namen bezeichnen Werkverantwortliche, nicht automatisch Eigentümer oder Bewohner.
Für den rückwärtigen Bereich nennt das Denkmalverzeichnis einen früheren Fabrik- und Lagerbau: einen dreigeschossigen Ziegelbau mit Pultdach, der 1910 Georg Böhner zugeordnet wird. Eine Aufstockung des Rückgebäudes ist für 1928 mit Otto Ulscht verzeichnet. Damit ergeben sich drei bauliche Zeitabschnitte mit unterschiedlichen Funktionen und beteiligten Bauleuten.
Das Häuserregister führt außerdem gewerbliche Adressbelege von 1891 und 1899 unter demselben heutigen Straßennamen. Sie dürfen weder rückwirkend zu Bewohnern des Wohnhauses von 1854/55 gemacht noch ohne Aktenprüfung dem Lagergebäude von 1910 zugeteilt werden. Für die Jahre vor 1890 ist eine gesonderte Nummerierungsprüfung erforderlich.
Zuordnung und Forschungsgrenze: Vorder- und Rückgebäude getrennt, historische Nummerierung und konkrete Geschäftsnutzungen offen. Die Denkmalliste beschreibt die heutige Objektadresse; die historische Hausnummernfolge ist damit allein nicht bewiesen.
Architekten und ausführende Bauleute
- Konrad Waiz – Wohnhaus 1854/55. Eine Werkzuschreibung ist kein Nachweis für Hauseigentum oder Bewohnerstellung.
- Johann Gran – Wohnhaus 1854/55. Eine Werkzuschreibung ist kein Nachweis für Hauseigentum oder Bewohnerstellung.
- Georg Böhner – Hintergebäude 1910. Eine Werkzuschreibung ist kein Nachweis für Hauseigentum oder Bewohnerstellung.
- Otto Ulscht – Aufstockung 1928. Eine Werkzuschreibung ist kein Nachweis für Hauseigentum oder Bewohnerstellung.
Spiegelgewerbe: datierte Standortforschung
Diese jüngeren Forschungshinweise ergänzen die Baugeschichten. Sie unterscheiden Firmenadressen, Vorder-/Hinterhäuser und Bauphasen. Die Quellen sind bislang Sekundärauswertungen historischer Adressbücher; der Originalseiten- und Parzellenabgleich bleibt offen.
W. F. Besold – 1895
Handlung mit Spiegelglas und Spiegeln · Hirschenstraße 42 · p. (Erdgeschossangabe in der Sekundärquelle).
Genannte Menschen: Johann Wolfgang Friedrich Besold (Namensform sekundär). Die Quellen nennen hier eine Firmenrolle, keinen nachgewiesenen Eigentümer, Architekten oder Bewohner.
Das Gewerbe war 1895 an dieser Anschrift genannt. Das im Denkmalverzeichnis erst 1910 datierte rückwärtige Fabrik- und Lagergebäude kann dadurch nicht als Betriebsort 1895 belegt werden.
Weitere Prüfung: Adressbuch 1895 lesen, Original-Konkordanz für die von Krause zugeordnete ältere Hirschenstraße 22 prüfen, Räume und Parzelle trennen.
Menschen, Unternehmen und Nutzungen
1854 · Konrad Waiz – Planer/Baumeister
Im Beleg verwendete Anschrift: Hirschenstraße 42
Hinweis zur historischen Rolle: Wohnhinweis · Bau- oder Planungsrolle (Einzelbezug zu prüfen). Dies ist eine Auswertung des vorhandenen Wortlauts, kein neuer Originalakten- oder Eigentumsbeweis.
Art der Nennung: Wohnhaus.
Weitere ursprüngliche Hausnachweise im Stammregister →
Weitere Adresszeitstände derselben Schreibweise
Diese Einträge teilen eine normalisierte Adresse, sind aber nicht automatisch dieselbe Parzelle oder derselbe Baukörper. Besonders vor und nach 1890 kann die Gebäudenummer verschiedene Objekte bezeichnen.
Quellenhinweis zur Nummerierung: Keine veröffentlichte Alt-/Neu-Konkordanz für diesen Schlüssel. Eine gleiche Hausnummer vor und nach 1890 berechtigt nicht zur Verbindung von Bewohnern, Betrieben oder Eigentümern.
Adressgleicher Denkmaleintrag
Die amtliche Denkmalliste enthält heute die gleiche Volladressschreibweise. Das ist ausdrücklich nur ein Adressvergleich, kein gesicherter Nachweis einer historischen Gebäudeidentität.
Quellen und offene Punkte
https://www.geodaten.bayern.de/denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_563000.pdfhttps://geodaten.bayern.de/denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_563000.pdfhttps://www.dr-alexander-mayer.de/downloads/HG2.pdf#page=3
Offen bleiben ohne gesonderte Quellen: Eigentumsübertragung, genaue Parzellenlage, Wohnsitz bei reinen Geschäftsadressen und Identität über historische Nummerierungswechsel.