Historischer Adresszeitstand · Ab 1890

Hirschenstraße 39

1899 · Geschäfts-/Adressbuchadresse

Historische Bezeichnung: Hirschenstraße 39 (1899)

Diese Seite gibt eine datierte Quellenbeobachtung wieder. Sie beweist weder über Jahrzehnte gleichbleibende Hausnummern noch eine vollständige Bewohner-, Eigentümer- oder Firmenfolge. Die Umnummerierung vom 1. Januar 1890 wird nicht stillschweigend überbrückt.

Baugeschichte und Gewerbe – vertiefter Straßenzug

Neurenaissance-Wohnhaus und rückwärtiger Gewerbebau

Die amtliche Fürther Denkmalliste beschreibt an der heutigen Hirschenstraße 39 ein viergeschossiges traufständiges Wohnhaus mit Sandsteinfassade im Stil der Neurenaissance, das auf 1898 bezeichnet ist und Johann Gran zugeschrieben wird. Zugleich gehört ein dreigeschossiges winkelförmiges ehemaliges Fabrikgebäude aus Backstein mit Pultdach zum dokumentierten Bestand. Beide Bauteile müssen als eigenständige Baukörper innerhalb desselben Anwesens betrachtet werden.

Ein Gewerbeverzeichnis von 1899 enthält im bislang nicht abschließend lesekontrollierten OCR-Umfeld die Angabe „Böz & Hönning (Spiegelfabrik), Hirschenstraße 39“. Ob der Betrieb genau das denkmalgeschützte Rückgebäude nutzte, lässt sich aus der bloßen Geschäftsadresse nicht nachweisen. Die Originalbuchseite und die Bau- sowie Katasterakten bleiben hierzu zu prüfen.

Der Häuser-Master enthält für Hirschenstraße 39 einen datierten Adressbeleg von 1899. Die Einordnung der heutigen Denkmaladresse in denselben historischen Baukörper ist deshalb eine plausible, aber noch nicht durch Grundstücksunterlagen abgesicherte Verbindung.

Zuordnung und Forschungsgrenze: 1899er OCR-Firmenlesung und Lage des Fabrikbetriebs sind offen. Die Denkmalliste beschreibt die heutige Objektadresse; die historische Hausnummernfolge ist damit allein nicht bewiesen.

Architekten und ausführende Bauleute

  • Johann Gran – Werkzuschreibung, 1898. Eine Werkzuschreibung ist kein Nachweis für Hauseigentum oder Bewohnerstellung.

Offene Firmen- und Standortbeziehungen

Die folgenden Geschäftsverknüpfungen sind ausdrücklich nicht bestätigt. Namen, Firmenlaufzeit, Grundstück und Produktionsstätte sind noch abzugleichen.

  • Böss & Hönning: Der Firmenmaster nennt Böss & Hönning 1910 als Spiegelunternehmen, die OCR-Lesung von 1899 an dieser Adresse lautet möglicherweise Böz & Hönning und nennt eine Spiegelfabrik.

    Offen: Originalscan-Leseprüfung, Namen-/Firmierungskonkordanz, betriebliche Kontinuität 1899–1910 und Nachweis, ob der hintere Fabrikbau genutzt wurde.

Spiegelgewerbe: datierte Standortforschung

Diese jüngeren Forschungshinweise ergänzen die Baugeschichten. Sie unterscheiden Firmenadressen, Vorder-/Hinterhäuser und Bauphasen. Die Quellen sind bislang Sekundärauswertungen historischer Adressbücher; der Originalseiten- und Parzellenabgleich bleibt offen.

Böß & Hönning – 1901

Spiegelrahmenfabrik · Hirschenstraße 39 · h. (Abkürzung in der Sekundärquelle; Hinterhaus-Lesung zu bestätigen).

Genannte Menschen: Johann Sebastian Böß; Georg Leonhard Hönning. Die Quellen nennen hier eine Firmenrolle, keinen nachgewiesenen Eigentümer, Architekten oder Bewohner.

Der 1901er Standortbeleg ist ein qualifizierter Firmen-/Adresshinweis. H-02993 ist ein eigener Adresszeitstand von 1899; er belegt nicht die Identität des rückwärtigen Fabrikgebäudes.

Weitere Prüfung: Adressbuch 1901 im Original und Grundstücks-/Bauakten abgleichen.

Böz/Hönning? (OCR) – 1899

Spiegelfabrik (ungeprüfter OCR-Kontext) · Hirschenstraße 39 · nicht geprüft.

Die OCR-Lesung von 1899 bleibt offen. Der unabhängig sekundär ausgewertete 1901er Firmenbeleg ist keine rückwirkende Originalseitenprüfung.

Weitere Prüfung: Scan des Adressbuchs 1899 öffnen und tatsächliche Typographie der Firmierung prüfen.

Böß & Hönning – 1930/31

Spiegelherstellung · Hirschenstraße 39 · Lage im Anwesen nicht genannt.

Genannte Menschen: Joh. Böß (gekürzt; Identität offen); Joh. Hönning (gekürzt; Identität offen). Die Quellen nennen hier eine Firmenrolle, keinen nachgewiesenen Eigentümer, Architekten oder Bewohner.

Branchenadressnachweis von Böß & Hönning rund 1930/31 an Hirschenstraße 39. Weder durchgehender Rechtsträger seit 1895/1901 noch gleiche Betreiberpersonen noch identischer Fabrikbau sind dadurch nachgewiesen.

Weitere Prüfung: Fachbuch im Originalbild prüfen sowie Handelsregister, Gebäudekataster und Bauakte abgleichen. Die verkürzte Inhaberangabe Joh. Hönning ist nicht mit dem älteren Namensbeleg Georg Leonhard Hönning gleichzusetzen.

Menschen, Unternehmen und Nutzungen

  1. 1899 · Adressbuch 1899 – Gewerbeverzeichnis-Eintrag – Geschäfts-/Gewerbeadressnennung; personenscharfe OCR-Auflösung offen

    Im Beleg verwendete Anschrift: Hirschenstraße 39

    Hinweis zur historischen Rolle: Gewerbe-/Geschäftsbezug. Dies ist eine Auswertung des vorhandenen Wortlauts, kein neuer Originalakten- oder Eigentumsbeweis.

    Art der Nennung: Gewerbe/Branchenadressbeleg.

Adressgleicher Denkmaleintrag

Die amtliche Denkmalliste enthält heute die gleiche Volladressschreibweise. Das ist ausdrücklich nur ein Adressvergleich, kein gesicherter Nachweis einer historischen Gebäudeidentität.

Hirschenstraße 39 – amtlicher Denkmaladressnachweis →

Quellen und offene Punkte

https://api.digitale-sammlungen.de/ocr/bsb12027657/565https://geodaten.bayern.de/denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_563000.pdfhttps://www.zweckerl.de/picture.php?/20/category/5https://www.dr-alexander-mayer.de/downloads/HG2.pdf#page=3https://glassian.org/Prism/Deutschlands_Glasindustrie_1930-31.pdf

Offen bleiben ohne gesonderte Quellen: Eigentumsübertragung, genaue Parzellenlage, Wohnsitz bei reinen Geschäftsadressen und Identität über historische Nummerierungswechsel.

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