Ärztinnen und Ärzte

Johann Joachim Petz – ein Fürther Arzt in der Frühzeit der Pockenschutzimpfung

Johann Joachim Petz wirkte in einer Zeit, in der sich die Aufgaben eines Arztes deutlich wandelten. Er stammte aus Windsheim und promovierte am 25. Juni 1791 an der Universität Erlangen zum Doktor der Medizin. Seine lateinische Dissertation beschäftigte sich mit zeitgenössischen Behandlungsverfahren einer Geschlechtskrankheit – einem Feld, das in der medizinischen Literatur des 18. Jahrhunderts breit diskutiert wurde.

In Fürth übernahm Petz Aufgaben als Stadtgerichtsarzt und Geburtshelfer. Damit bewegte er sich zwischen individueller Krankenbehandlung, Geburtshilfe und staatlich beaufsichtigtem Gesundheitswesen. Der Übergang vom 18. ins 19. Jahrhundert brachte zudem die ersten größeren Bemühungen um eine Pockenschutzimpfung. Spätere Fürther Darstellungen bringen Petz mit diesen frühen Maßnahmen in Verbindung; die genaue Zahl der von ihm geimpften Menschen und die Wirkung auf die Sterblichkeit sind aus den bisher ausgewerteten Registern nicht zuverlässig zu bestimmen.

Petz starb am 9. August 1826. Noch im selben Monat erinnerten Zeitungen an ihn. Sein beruflicher Weg steht beispielhaft für jene Generation städtischer Ärzte, die in Fürth sowohl Geburten begleiteten als auch an neuen Formen öffentlicher Gesundheitspflege mitwirkten.

Weitere Lebensgeschichten

Quellen und Literatur

  1. https://www.blf-online.de/node/923
  2. https://www.historisches-lexikon-bayerns.de/Lexikon/Seuchen_%28ab_1800%29
  3. https://digipress.digitale-sammlungen.de/
  4. https://open.fau.de/server/api/core/bitstreams/5bb388f1-250e-4a32-8832-3839ab38cbdb/content
  5. https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10502433_00813_u001?page=4
  6. https://digipress.digitale-sammlungen.de/view/bsb10531287_00677_u001?page=4

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