Medizinhandwerk · Quellengebundenes Forschungsdossier
Eduard Bock – Badergewerbe und Spezereihandel
Ein historischer Ort der Fürther Gesundheitsgeschichte: Seine Nutzung, die beteiligten Menschen und seine Entwicklung werden anhand überlieferter Quellen rekonstruiert.
Geschichte und Nutzung
An der Königsstraße 2 führt der Forschungskorpus Eduard Bock in einer Verbindung aus Badergewerbe und Spezereihandel. Gerade diese Doppelrolle gehört zur Geschichte der älteren Heilberufe: Die Grenzen zwischen körperbezogener Dienstleistung, gewerblicher Behandlung und Einzelhandel waren nicht dieselben wie im späteren ärztlichen Praxiswesen.
Die zeitlich begrenzte Adresse von 1880 bis 1886 rechtfertigt noch keine Aussage über Eigentümerschaft, Umbauten oder eine über diesen Zeitraum hinausgehende Hausnutzung. Eine moderne Gebäudekonkordanz ist gesondert zu prüfen.
Vertiefung v199: Eduard Bocks kombinierte Berufs- und Geschäftsadresse von 1880–1886 verweist auf die Übergangszeit zwischen traditionellen Baderdiensten und dem stärker formalisierten Heilwesen des späten 19. Jahrhunderts. Die Spezereihandlung zeigt eine weitere Einnahmequelle, belegt aber keine Apothekererlaubnis. Für die Hausgeschichte dürfen weder ein eigener Operationsraum noch ärztliche Behandlungstätigkeit ohne expliziten Quellenhinweis angenommen werden. Berufs- und Bauakten könnten zeigen, ob sich Kundenbereich und Wohnraum räumlich überschnitten.
Offene Fragen und Quellenkritik
Originalanzeigen, Tätigkeitsumfang, Hausbesitz und Nummernkonkordanz.
Das Dossier dokumentiert den jeweiligen Forschungsstand und kann bei neuen Originalfunden ergänzt oder korrigiert werden.
Quellen und Nachweise
- https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11559288?page=1
- https://www.digitale-sammlungen.de/de/view/bsb11559288?page=,1
Die Nachweise sind Forschungsquellen. Ihre Aufnahme bedeutet keine pauschale Zustimmung zu allen Einzelangaben.