Stadt Fürth

Badehaus-Nebengebäude · Quellengebundenes Forschungsdossier

Das rückwärtige Badehaus des Wilhelmsbades – Fürths technischer Kurtrakt

Ein historischer Ort der Fürther Gesundheitsgeschichte: Seine Nutzung, die beteiligten Menschen und seine Entwicklung werden anhand überlieferter Quellen rekonstruiert.

Historische Anschrift
Königstraße 147, rückwärtiger Gebäudeteil des Wilhelmsbades
Überlieferter Zeitraum
1898–1900, als Nebengebäude des Ensembles
Einrichtung oder Nutzung
Badehaus-Nebengebäude
Forschungsstand
Quellengebundenes Forschungsdossier

Geschichte und Nutzung

Hinter der Fassade lag der eigentliche Badebetrieb

Das Wilhelmsbad an der Königstraße 147 bestand nicht nur aus dem repräsentativen straßenseitigen Gebäude. Die amtliche Denkmalliste beschreibt ausdrücklich ein rückseitig angeschlossenes, ehemaliges Badehaus: einen zweigeschossigen Backsteinbau mit Flachdach, gleichzeitig mit dem Hauptgebäude errichtet. Gerade dieses hintere Bauglied erzählt die technische Seite des Kurbetriebs, die auf einer Straßenansicht des Vorderhauses leicht unsichtbar bleibt.

Ein Ensemble aus unterschiedlichen Baukörpern

Der vordere Wohn- und Geschäftshausbau ist auf 1898 bis 1900 datiert und wird dem Architekten Fritz Walter zugeschrieben; er besitzt eine historistische Fassade in Formen der Deutschen Renaissance. Der angeschlossene Badetrakt wird als eigener baulicher Teil derselben Errichtungsphase beschrieben. Aus dieser amtlichen Baubeschreibung lassen sich jedoch weder eine belegte Zahl von Wannen noch ärztliche Behandlungsformen oder der genaue Betreiber nachweisen.

Ein Gebäudeprofil ohne zweite Klinik

Der eigentliche Baukörper rechtfertigt ein eigenes Architektur- und Nutzungsprofil, aber kein zweites Wilhelmsbad als wirtschaftliche Einrichtung. Dieses Profil ist deshalb ausdrücklich mit MEDBAU-102 verknüpft: derselbe Badebetrieb, zwei baulich unterscheidbare Teile. Grundriss, Heizung, Leitungen, spätere Umbauten und der Erhaltungszustand des rückwärtigen Trakts bleiben Gegenstand der Bauaktenforschung.

Neue Quellenfunde: Hygiene und Wilhelmsbad 1889

Diese Ergänzungen stammen aus dem quellenkritischen FürthWiki-Abgleich des Medizinmasters v231. Historische Betriebsanschriften und einzelne Baukörper bleiben ausdrücklich getrennt.

  • 13. Juli 1889: Wilhelmsbad: Eröffnung an der Weinstraße 28. Die Käppner-Chronik nennt die Eröffnung des Wilhelmsbads am 13. Juli 1889 an der Weinstraße 28 und bezeichnet den Friseur Adolf Knuß als Eigentümer. Eine Rückschau von 1899 datiert den Badebetrieb bereits ab dem 1. März 1889.

    Forschungsgrenze: März-Betriebsbeginn und Juli-Eröffnung dürfen nicht ohne Originalrecherche gleichgesetzt werden. Der 1889 genannte Ort Weinstraße 28 ist weder nachweislich derselbe physische Bau wie Königstraße 147 noch bislang eindeutig als Vorgängerstandort kartiert.

    Originaler Quellenlink · Einordnung und weitere Themen

  • 1898 bis 1900: Das spätere Wilhelmsbad: Vorderhaus und eigenes Badehaus. Die amtliche Denkmalliste führt die Wilhelmsbad-Anlage Königstraße 147 unter D-5-63-000-674: ein viergeschossiges Hauptgebäude und ein rückwärtiges zweigeschossiges Badehaus, beide 1898–1900 nach Entwurf von Fritz Walter.

    Forschungsgrenze: Die zwei Bauteile dürfen nicht als zwei voneinander unabhängige Badebetriebe gezählt werden. Der Neubau der späten 1890er-Jahre ist kein Baukörpernachweis für die Eröffnung 1889 an anderer Adresse.

    Originaler Quellenlink · Einordnung und weitere Themen

Die historischen Textquellen sind einzeln bezeichnet. Kein Bildmaterial wurde ohne Prüfung der Einzeldateilizenz übernommen.

Baugeschichte und historische Adressen

Überlieferte Bau- und Gestaltungspersonen: Zweigeschossiger rückwärtiger Backsteinbau mit Flachdach, 1898–1900; mit Vorderhaus Königstraße 147 verbunden

Denkmal- bzw. Objektvermerk: D-5-63-000-674 / Ensemble Königstraße 147

Hinweis zum Häuserregister: MEDBAU-102 – gemeinsam genutzte Institution; eigener Baukörper

Diese Angaben sind keine automatische Gleichsetzung mit heutigen Hausnummern oder benachbarten Gebäudeteilen. Baukörper und historische Nutzungszeiten werden getrennt geprüft.

Zum Häuser- und Adressregister →

Offene Fragen und Quellenkritik

Denkmal-ID 674, Bauplan Fritz Walter, Ausstattung des Badehauses, Sanierungsakten

Das Dossier dokumentiert den jeweiligen Forschungsstand und kann bei neuen Originalfunden ergänzt oder korrigiert werden.

Quellen und Nachweise

  1. https://geodaten.bayern.de/denkmal_static_data/externe_denkmalliste/pdf/denkmalliste_merge_563000.pdf
  2. https://fis.uni-bamberg.de/bitstream/uniba/9/1/Dokument_1.pdf#page=166

Die Nachweise sind Forschungsquellen. Ihre Aufnahme bedeutet keine pauschale Zustimmung zu allen Einzelangaben.

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