Stadt Fürth

Rosa-Löwensohn-Stiftung: 50.000 Mark

Historische Einzelfallprüfung – C526-04. Forschungsstand 3. November 2026, Summe belegt; Rechtsgeber/in weiter offen. Diese Darstellung ist nicht als publikationsreife Biografie freigegeben.

Status: Summe belegt; Rechtsgeber/in weiter offen.

An der Waldschule in Cadolzburg überlagern sich drei Ebenen: die wohlfahrtspolitische Aufgabe, die Benennung nach Rosa/Rosie Löwensohn und die rechtliche oder wirtschaftliche Herkunft des Stiftungskapitals. Eine zeitgenössische Zeitungsnotiz von Januar 1911 beschreibt 50.000 Mark als Zuwendung von Theodor Löwensohn zugunsten der von ihm gegründeten Walderholungsschule, deren Name seine Frau Rosa trägt. Die später verfasste FIORDA-Biografie nennt dagegen Rosie selbst als Stifterin. Der amtliche bayerische Stiftungsnachweis zum Stand 31.12.1913 führt die Stiftung für Fürth unter Nr. 65 und nennt die Unterstützung von Ferien- und Waldkolonien; er entscheidet nicht die interne Vermögenszuordnung des Ehepaars. Die Käppner-Chronik-Edition meldet eine zusätzliche Summe zu Ehren von Rosa, auch die Verknüpfung zum früheren Fonds ist zu prüfen. Im Familien- und Schulmaster darf deshalb nur ein Geldbetrag von 50.000 Mark als ein Stiftungsvorgang erscheinen, nicht zweimal unter beiden Namen. Die historische Bedeutung liegt in der Verbindung von Fabrikvermögen, Kinderfürsorge, Gesundheitsvorsorge und öffentlicher Stiftungsverwaltung. Die Höhe eines früheren Waldschulfonds sowie die zeitliche Reihenfolge 1907/1910/1911 bleiben gesonderte Aussagen.

Abweichungen / Prüfdaten: 50.000 M um 1910/11, ein Vorgang; mögliche frühere 10.000/10.500 M sind andere Zuwendungen; Stifterrolle streitig.

Betroffene Master: Schulen; Kommunalpolitik; Firmen; Familien; Medizin

Redaktion: Keine Doppelzählung. Stifterperson im öffentlichen Artikel mit sauberer Quellenpluralität berichten.

Nächster Originalbeleg: Magistratsakte Stadt Fürth und Stiftungsurkunde 1910/11; Konto-/Quittungsbelege; Erstnotiz im Zeitungsscan.

Quellen-IDs: QU-05;QU-06;QU-07;QU-08

Quellen und Gegenüberlieferungen

  • QU-05: (1911-01-20): Allgemeine Zeitung des Judentums – Nennung 50.000 M durch Theodor, Rose/Rosa als Namensgeberin, Abschrift. Original/Fundstelle – Einordnung: transkribierter Zeitungsbericht, kein Originalscan
  • QU-06: (1914): Bayerisches Statistisches Landesamt – Verzeichnis der Stiftungen Bayerns nach Stand 31.12.1913, Rosa-Löwensohn-Stiftung Fürth Nr. 65. Original/Fundstelle – Einordnung: amtlicher historischer Katalog: Stiftung und Zweck, nicht rechtsverbindliche Stifterperson
  • QU-07: (2010er/2020er Edition): Bearbeitete Paul-Käppner-Chronik – Käppner-Chronik 1887–1910, Zuschreibung 50.000 M zu Ehren von Rosa. Original/Fundstelle – Einordnung: Edition einer Chronik; Druck/Originaleintrag noch nicht verglichen
  • QU-08: (2010er): FIORDA 14–18 – Theodor-Löwensohn-Biografie; 10.04.1931, Stiftung durch Rosie 1911. Original/Fundstelle – Einordnung: Sekundärdarstellung; differierende Stifterzuschreibung

Prüfstatus: Ein Registereintrag, ein historischer Text und eine spätere Erinnerung haben unterschiedliche Beweiskraft. Offene Originalakten wurden nicht stillschweigend als eingesehen behandelt.

Alle 13 P1-Fälle und der Berneis-Datumsfall