Fürther Vereinsgeschichte
Israelitisch-weibliches Krankeninstitut
Konfessionell/Sozial · Fürth
Anfänge und historische Entwicklung
Das israelitisch-weibliche Krankeninstitut ist 1891 im Fürther Adressbuch und bereits in einem Bericht der Zeitung „Der Israelit“ vom 3. Juli 1867 belegt. Der zeitgenössische Bericht beschreibt es mit ähnlichen Aufgaben wie das israelitische Krankeninstitut für Männer: gemeinschaftlich getragene Hilfe bei Krankheit sowie Unterstützung bei den notwendigen religiösen Bestattungsangelegenheiten. Der Bericht ist eine wertvolle zeitgenössische Quelle, seine Aussagen über die Frühgeschichte bleiben jedoch rückblickende Angaben des Artikels. Das weibliche Institut wird als eigenständige Organisation geführt und nicht mit den getrennt aufgeführten Frauen-Begräbnisvereinigungen gleichgesetzt.
Menschen und Vereinsarbeit
1867er Quelle nennt für das weibliche Institut gleiche Zwecke wie beim männlichen Krankeninstitut: gemeinsamer Unterstützungszweck bei Krankheit und religiöse Leistungen im Sterbefall; der 1891er Funktionsnachweis nennt Heinrich Nathan als Vorstand. Das belegt einen Vorstand, nicht das Geschlecht der Mitglieder. Vom Krankenhaus, Krankenbesuchverein, männlichen Institut und den separat beschriebenen Frauen-Begräbnisvereinigungen getrennt halten.
Der Verein im Adressbuch von 1891
Das Fürther Adressbuch von 1891 nennt „Israelitisch-weibliches Krankeninstitut“ und beschreibt als Vereinszweck: Unterstützung in Krankheitsfällen.[1]
Als Vorstand beziehungsweise Funktionär ist Nathan, Heinrich (Negoziant) verzeichnet. Die Angabe hält eine Funktion im Jahr 1891 fest.
Der Registereintrag dokumentiert den Verein zu diesem Zeitpunkt; er legt für sich allein kein Gründungsdatum fest.
Menschen und Vereinsarbeit
- Nathan, Heinrich: Vorstand · 1891 · Negoziant[1]
Historische Stationen im Überblick
- 1867 · Weibliches Kranken-Institut mit nahezu gleichem Zweck wie das männliche Institut direkt beschrieben. Ort: Fürth.[3]