Stadt Fürth

Fürther Vereinsgeschichte

Katholischer Gesellenverein Fürth

Konfessionell/Bildung · Fürth

Anfänge und historische Entwicklung

Im Fürther Adressbuch von 1891 wird die Organisation „Katholischer Gesellenverein Fürth“ genannt. Daraus lässt sich kein Gründungsjahr ableiten. Das überlieferte Tätigkeitsfeld umfasst Konfessionell/Bildung. Religiöse und sittliche Fortbildung. In den bis 1945 datierten Funktionsbelegen treten unter anderem Wölfel, Johann: Vorstand (1891) hervor.

Menschen und Vereinsarbeit

Erweiterter Quellenabgleich mit der heutigen Kolpingsfamilie Fürth in Bayern: Die Kolping-Idee erreichte Fürth bereits 1853 durch den Fürther Alexander Dill, führte damals aber noch nicht zur Vereinsgründung. Die offiziellen Anfänge reichen nach der Eigenchronik bis 1859 zurück; am 22. Oktober 1865 gründete eine Versammlung schließlich den Katholischen Gesellenverein Fürth. Das Gründungsdatum ist damit deutlich älter als die sicher im Fürther Adressbuch 1891 belegte Vereinsnennung. In diesem Adressbuch erscheint Johann Wölfel als Vorstand, der hier als historischer Quellenbeleg und nicht als ununterbrochen amtierender Gründer geführt wird.

Vereinsleben und weitere Entwicklung

Für Gesellen und reisende Handwerker wurde die Suche nach einer dauerhaften Unterkunft und einem Versammlungslokal zu einem wichtigen Ziel. 1874 war eine Sammelkasse geplant; 1888 kaufte ein Hausbauverein für 12.500 Mark ein Grundstück an der Simonstraße, 1895 begann der Bau eines Gesellenhospizes. Die Geschichte des Hausbauvereins, der Gebäude an der Simonstraße und des Gesellenvereins ist dabei organisatorisch und eigentumsrechtlich nicht ohne weitere Belege gleichzusetzen.

Vereinsgeschichte in der NS-Zeit

Während des Ersten Weltkriegs wurden Räume militärisch in Anspruch genommen, in der NS-Zeit waren die Aktivitäten stark eingeschränkt. Ein Bombenangriff im Frühjahr 1945 zerstörte große Teile des Kolpingsaals. Die Wiederaufbauarbeiten ab 1948 führten 1951 zur Wiedererrichtung des Saals. 1969/70 wurde das Kolpinghaus als Männerwohnheim ausgebaut; 1983 erfolgte nach der Eigenchronik die Übertragung von Grund und Boden an das Erzbischöfliche Ordinariat Bamberg. Abbrucharbeiten begannen 1984, und 1986 fand die Kolpingsfamilie neue Versammlungsräume.

Vereinsleben und weitere Entwicklung

Bei der Recherche ist ein gefährlicher Ortsnamenskonflikt zu beachten: Eine andere Kolpingchronik nennt eine Gründung 1953, bezieht sich aber auf Fürth im Odenwald in Hessen. Sie ist für die Fürther Geschichte in Bayern ausdrücklich gesperrt. Die vorhandene Fürther Vereinsseite wird mit diesem datierten und geografisch überprüften Forschungsstand ergänzt, ohne den ursprünglichen Adressbuchbeleg oder die gesonderten Baugeschichtsfragen zu löschen.

Rechtsträgernachtrag 2026: Die Pfarrei St. Heinrich bezeichnet den Kolpinghaus e.V. als Träger des Kolpinghauses, der 1983 Haus und Grundstück gegen Schuldenübernahme an das Erzbischöfliche Ordinariat Bamberg übertrug. Es handelt sich nicht automatisch um den 1865 gegründeten Katholischen Gesellenverein. Die vollständige Eigentums- und Registerkette bleibt offen. Ein separater historischer Organisationsknoten Kolpinghaus e.V. verhindert die unbelegte Zusammenführung.

Der Verein im Adressbuch von 1891

Das Fürther Adressbuch von 1891 nennt „Katholischer Gesellenverein Fürth“ und beschreibt als Vereinszweck: Religiöse und sittliche Fortbildung.[1]

Als Vorstand beziehungsweise Funktionär ist Wölfel, Johann (Kaplan) verzeichnet. Die Angabe hält eine Funktion im Jahr 1891 fest.

Der Registereintrag dokumentiert den Verein zu diesem Zeitpunkt; er legt für sich allein kein Gründungsdatum fest.

Menschen und Vereinsarbeit

  • Wölfel, Johann: Vorstand · 1891 · Kaplan[1]
Offene Fragen und Forschungsstand

Bislang ist nicht vollständig geklärt, wann der Verein entstand, wo sich seine Mitglieder trafen und wie lange er bestand.

Quellen

  1. [1]Adressbuch Fürth 1891, Digitalisatseite 519
  2. [2]Kolpingsfamilie Fürth Bayern: Chronik 1853–1986
  3. [3]Pfarrei St. Heinrich: Träger Kolpinghaus e.V.

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