Fürther Vereinsgeschichte
Kolpinghaus e.V. – historischer Träger Fürth
Anfänge und historische Entwicklung
Die Pfarrei St. Heinrich nennt den historischen Kolpinghaus e.V. ausdrücklich als Träger des Kolpinghauses in Fürth. Der Rechtsträger ist bei Grundstücks- und Betriebsfragen von der 1865 gegründeten Kolpingsfamilie beziehungsweise vom katholischen Gesellenverein zu unterscheiden. Das Haus entstand 1896 als Gesellenhospiz und wurde zu einem gesellschaftlichen Versammlungsort. Nach Kriegs- und Wiederaufbauphasen erfolgte 1968/69 ein Umbau zum Männerwohnheim mit 81 Betten. Die Pfarreichronik berichtet, dass seit 1970 fast 2.000 Menschen dort Unterkunft erhielten. Im Jahr 1983 gab der Träger Kolpinghaus e.V. Gebäude und Grundstück gegen Übernahme vorhandener Schulden an das Erzbischöfliche Ordinariat Bamberg ab. Das Wohnheim schloss am 31. März 1984; der Abriss begann am 15. August 1984. Die St.-Joseph-Stiftung wurde mit dem Neubau einer Seniorenwohnanlage von 59 Einheiten beauftragt.
Organisation und Veränderungen
Ungeklärt bleiben das erste Vereinsregisterdatum, die vollständige Eigentumskette seit 1888 sowie die rechtliche Beziehung zum früheren Hausbauverein. Die Übertragung von 1983 ist ein belegtes Ereignis, aber kein Beweis einer jahrzehntelangen unveränderten Rechtsperson.