Stadt Fürth

Stadtgeschichte Fürth · Historische Biografie

Albert Abraham Neubürger

Stadt Fürth · auch bekannt als: Abraham Albert Neubürger, Albert Neubürger, Dr. Albert Abraham Neubürger

Biografie

Albert Neubürger erscheint 1889/90 in der dritten Klasse der Vorschule zur Fürther Lateinschule. Die Namenszeile nennt den 3. Januar; die Wiederholungszeichen beziehen sich auf 1881 und Fürth. In der Elternspalte steht Rabbiner. Lehrer dieser Klasse war Johann Schramm. Die Quelle belegt diese Schulstation und den beruflichen Kontext des Elternhauses.

Albert Abraham Neubürger wurde laut FürthWiki am 3. Januar 1881 in Fürth geboren. Er war ein Sohn des Rabbiners Jakob Immanuel Neubürger und Rosas, geborene Hartmann. Der Artikel beschreibt ihn als jüngstes von fünf Kindern. Der übereinstimmende Geburtstag verbindet diese Biografie mit dem bereits erfassten Fürther Schulbeleg von 1889/90.

1904 schloss er nach der Darstellung sein Jurastudium in Erlangen mit der Promotion ab. 1908 wurde er als Rechtsanwalt in Fürth zugelassen; zunächst lag seine Kanzlei in der Schwabacher Straße 7, 1935 in der Friedrichstraße 7 im zweiten Stock. Als Soldat überlebte er den Ersten Weltkrieg, während sein Bruder Friedrich fiel.

Unter dem Nationalsozialismus wurde Neubürger verfolgt und während des Novemberpogroms 1938 schwer misshandelt. Am 30. November 1938 verlor er seine Zulassung als Rechtsanwalt. Sein Versuch, in die USA auszuwandern, blieb erfolglos. Der Artikel nennt zuletzt die Gabelsbergerstraße 4 als Wohnung und überliefert aus dem Sterbeeintrag seinen Tod am 21. Februar 1942 in der Theaterstraße 36. Er starb durch Suizid im Zusammenhang mit der Verfolgung. Sterbeort und letzte Wohnung sind hier unterschiedliche Angaben.

Quellenkritik und offene Fragen: Lebens- und Verfolgungsdaten sind sekundär durch FürthWiki überliefert; der dort zitierte Sterbeeintrag, die Polizeiakte und die Anwaltsakte wurden nicht im Original eingesehen. Der konkrete Geburtstag und die Fürther Schulspur stützen die Personenidentität stark, ohne die Elternbeziehung zu einem direkten Registerbeleg hochzustufen. Kanzleiadressen werden nicht als Privatwohnungen behandelt. Der erzwungene Zusatzname Israel ist keine frei gewählte Namensvariante.

Quellenkritische Vertiefung (2026):

Der Schuljahresbericht von 1889/90 verzeichnet Albert Neubürger mit dem Geburtsdatum 3. Januar 1881 und verweist auf das Rabbiner-Elternhaus. Die historische Publikation der Stadtheimatpflege beschreibt den Fürther Bezirksrabbiner Jakob Immanuel Neubürger als Vater und den Sohn Albert als späteren Rechtsanwalt. Der biografische Kernbestand dokumentiert seine Zulassung und Kanzleitätigkeit sowie die Misshandlungen im Novemberpogrom von 1938. Nach der Entrechtung durfte Albert seinen Beruf nicht mehr ausüben; 1942 starb er im Zusammenhang mit der nationalsozialistischen Verfolgung. Einzelheiten zu Tod und letzter Wohnung müssen weiterhin mit der Sterbeurkunde und der Anwaltspersonalakte abgeglichen werden. Kanzlei und privater Wohnsitz sind getrennt zu behandeln. Die dokumentierte Vater-Sohn-Verbindung erlaubt eine begrenzte E3-Familienrelation, nicht weitere spekulative Namensverschmelzungen.

Lebensstationen und Verbindungen im Detail

Beruf

  • –Fürther Rechtsanwalt, 1938 im Zuge nationalsozialistischer Verfolgung misshandelt und seiner Zulassung beraubt[1][2]

Familie

Quellen und weiterführende Nachweise (2)

Quellen

  1. [1]Kgl. Lateinschule Fürth: Jahresbericht 1889/90
  2. [2]Sekundärquelle (stadtheimatpflege-fuerth.de)

Belegte Verbindungen im Museum

Diese veröffentlichten Artikel sind durch belegte historische Zusammenhänge verbunden. Gleiche Namen allein gelten nicht als Beziehung.