Stadtgeschichte Fürth · Historische Biografie
Doris Gendelmeyer
Stadt Fürth
Biografie
Eine Erklärung im Oktober 1860
Doris Gendelmeyer veröffentlichte im Fürther Tagblatt vom 16. Oktober 1860 eine Danksagung und erklärte dabei, dass das zuvor von ihrem verstorbenen Ehemann geführte Geschäft unverändert fortbestehe. Der namentliche Originaldruck belegt ihre aktive öffentliche Rolle bei der Fortführung des Unternehmens. Ein solcher Beleg hebt die Frau aus einer sonst weitgehend anonymen Firmenüberlieferung heraus.
Das Beutlerhandwerk
Die Fürther Firmenforschung ordnet den Eintrag einem Beutlergeschäft zu. Handwerksbetriebe dieser Art waren Bestandteil einer städtischen Wirtschaft, die noch lange neben dem aufkommenden Fabrikwesen bestand. Oliver Benders historische Stadtgeografie beschreibt die strukturelle Gewerbeentwicklung des 19. Jahrhunderts, enthält aber in diesem Zusammenhang keine zusätzliche persönliche Nennung von Doris.
Firma und Verwandtschaft
Die Firmenbezeichnung „Georg Karl Michael Gendelmeyer / Doris Gendelmeyer“ wird im Forschungsbestand als organisatorischer Zusammenhang geführt. Die Anzeige belegt, dass Doris die Kontinuität des Geschäfts öffentlich erklärte. Sie ersetzt jedoch keine standesamtliche Eheurkunde und keinen Erbnachweis. Die Person des verstorbenen Ehepartners wird deshalb nicht allein anhand eines gleichlautenden Familien- oder Firmennamens zugeordnet.
Quellenkritik
Der direkt personenbezogene Beleg ist das Fürther Tagblatt von 1860, Scan 376. Geburts- und Sterbedatum, Herkunft, Besitzquote sowie Ende und rechtliche Form der Geschäftsfortführung sind nicht gesichert. Die wirtschaftshistorische Literatur liefert ausschließlich Einordnung. Bildmaterial wird ohne geklärte Nutzungserlaubnis nicht übernommen.
Lebensstationen und Verbindungen im Detail
Beruf
- –Fürther Geschäftsfortführerin eines Beutlergeschäfts nach einem Todesfall im Jahr 1860[1]