Stadt Fürth

Stadtgeschichte Fürth · Historische Biografie

Ernst Seckendorf

Stadt Fürth

Biografie

Ernst Seckendorf, Jahrgang 1892, war in Fürth als Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten tätig. Seine Praxis befand sich in der Schwabacher Straße 20. 1938 verurteilte ihn das Landgericht Nürnberg-Fürth wegen Abtreibungen und eines Verstoßes gegen die antisemitischen „Rassenschande“-Bestimmungen zu zehn Jahren Zuchthaus.

Sein Fall zeigt die Verfolgung jüdischer Ärzte und die Anwendung nationalsozialistischer Rassengesetze. Veröffentlichte Darstellungen widersprechen sich bei seinen späteren Haftstationen und Todesumständen. Diese Angaben bleiben deshalb bis zur Prüfung weiterer Originalunterlagen offen.

Lebensstationen und Verbindungen im Detail

Beruf

  • –Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten[2]
Quellen und weiterführende Nachweise (2)

Quellen

  1. [1]Freie Universität Berlin / Rolf Winau: Medizin im Nationalsozialismus
  2. [2]Peter Frank: Ausgrenzung, Entrechtung und Verfolgung der jüdischen Fürther Bürger in der Zeit des Nationalsozialismus ab 1933, Fürther Geschichtsblätter 2012, S. 12–13