Stadtgeschichte Fürth · Historische Biografie
Hans Bauer
Stadt Fürth
Biografie
Herkunft, Oberliga und Spielrollen
Hans Bauer wurde am 5. August 1929 geboren. Die historische Spielerkartei der SpVgg Fürth verzeichnet Jahn Forchheim als vorherigen Verein und führt seinen Eintritt bei der Spielvereinigung im September 1950. Fürth spielte damals in der erstklassigen Oberliga Süd. Bauer erlebte deshalb nicht nur die Nachkriegsjahre des Ronhofs, sondern auch den Übergang vom Oberliga-System zur Regionalliga nach Gründung der Bundesliga 1963.
Für seine erste Fürther Spielzeit 1950/51 nennt das Vereinsarchiv 22 Oberligaspiele und sechs Tore. Die dortige Position „Abwehr“ beschreibt seine spätere Hauptrolle, aber nicht jeden einzelnen Einsatz: In der Meisterschaftsendrunde 1951 konnte Bauer auch in der vorderen Mannschaftsreihe stehen. Die DFB-Kaderliste der Deutschen Meisterschaft 1950/51 führt einen Hans Bauer mit dem Geburtsdatum 5. August 1929 und der Fürther Mannschaftszugehörigkeit. Dieser Datumsabgleich ist wichtig, da der DFB außerdem den gleichnamigen Nationalspieler des FC Bayern München mit dem Geburtsdatum 28. Juli 1927 führt. Diese beiden Fußballer sind ausdrücklich nicht identisch.
Nachgewiesener Meisterschaftseinsatz am 6. Mai 1951
Am 6. Mai 1951 spielte die SpVgg Fürth in Ludwigshafen gegen den 1. FC Kaiserslautern 2:2. Das DFB-Spielprotokoll nennt Hans Bauer tatsächlich in der Fürther Startaufstellung, nicht nur im Saisonkader. Die Tore für Fürth erzielten Kurt Helbig und Hans Nöth, für Kaiserslautern traf Horst Eckel zweimal. Für das Spiel sind 65.000 Zuschauer überliefert. Bauer stand damit in einer Mannschaft mit den Fürther Spielern Horst Hoffmann, Horst Schade, Max Appis und weiteren Akteuren, deren Einzelbiografien mit Spiel- und Saisonartikeln vernetzt werden können. Der Beleg für diesen Einsatz erlaubt keine pauschale Hochrechnung auf sämtliche Meisterschaftsbegegnungen.
Lange Vereinszeit und Anerkennung
Bauer blieb laut Spielerarchiv bis Juni 1964 beim Kleeblatt. Das Archiv unterscheidet seine Ligaspiele in der Oberliga Süd bis 1963 von 19 Regionalligaeinsätzen in der Saison 1963/64. Diese Ligazahlen sind weder Pokal- noch Gesamteinsatzzahlen. Der Nürnberger Pressebericht vom 10. November 2010 nennt für seine gesamte Fürther Zeit 384 Pflichtspiele und beschreibt die Ehrung des langjährigen Mitglieds. Der Bericht überliefert auch den Spitznamen „Alu“, seinen Ruf als harter Abwehrspieler und Berufungen in die süddeutsche Auswahl. Die publizierte Gesamtzahl ist als journalistisch und vereinsgeschichtlich überlieferter Wert zu behandeln, nicht als aus den DFB-Endrundenlisten errechnete Summe. Nach der Fürther Laufbahn wird Bauer im Vereinsarchiv als Spielertrainer bei Jahn Forchheim genannt.
Die Chronik nennt den 20. Dezember 2011 als Todestag. Für ein noch genaueres Lebensbild bleiben Geburts- und Sterbeurkunden, die Spielberichte der gesamten Oberligazeit sowie die genaue Dauer der Forchheimer Trainertätigkeit zu prüfen.
Quellenkritik und Forschungsgrenzen
Der DFB-Kaderbeleg bestätigt Name und Geburtstag, das DFB-Protokoll vom 6. Mai 1951 den einzelnen Einsatz. Die Kleeblatt-Chronik ist ein davon unterscheidbarer retrospektiver Vereinsdatensatz für Saison- und Karriereangaben. Der Zeitungsartikel dokumentiert die Ehrung von 2010 und nennt eine Pflichtspielgesamtzahl. Alle vier Belege decken unterschiedliche Fragen ab und sind nicht als vier unabhängige Nachweise für jedes Lebensdatum zu verstehen. Insbesondere dürfen der Fürther Bauer und der 1927 geborene Münchner Weltmeister nicht zusammengeführt werden. Fotos werden mangels freigegebener Bildrechte nicht übernommen.
Belegte Personen- und Spielverbindungen
Im DFB-Spielprotokoll gegen Kaiserslautern vom 6. Mai 1951 stehen neben Bauer die bereits im Kleeblattmuseum veröffentlichten Kurt Helbig, Hans Nöth, Max Appis, Horst Hoffmann und Horst Schade. Diese Links beruhen auf dem konkreten Spielbericht, nicht auf unbelegten familiären Beziehungen.