Stadt Fürth

Stadtgeschichte Fürth · Historische Biografie

Hans Neger

Stadt Fürth

Biografie

Von den örtlichen Vereinen in den Ronhof

Hans Neger wurde am 1. Oktober 1902 in Fürth geboren. Die historische Kleeblatt-Chronik nennt den 23. Juli 1975 als Todestag. Vor seiner Zugehörigkeit zur SpVgg Fürth spielte Neger beim MTV Fürth und später beim VfR Fürth. Im Sommer 1925 kam er in den Ronhof, wo er nach der Spezialchronik bis Juni 1935 als Torhüter geführt wird. Sein Weg macht die Durchlässigkeit der damaligen Fürther Vereinslandschaft sichtbar und verbindet die Geschichte der lokalen Vereine mit der deutschen Spitzenklasse.

Der deutsche Meister von 1929

Das DFB-Kaderregister führt Neger mit exakt demselben Geburtstag als Fürther Torhüter für 1925/26, 1926/27 und 1928/29. Der nationale Titel von 1929 gehört daher in seinen dokumentierten historischen Mannschaftskontext. Die Fürther Chronik bezeichnet ihn als Deutschen Meister 1929 und Süddeutschen Pokalsieger 1927. Gleichwohl ist ein Kadervermerk nicht automatisch ein Nachweis für jeden konkreten Endrundeneinsatz. Tatsächliche Aufstellungen und Ersatzspielerrollen müssen spielweise geprüft werden.

Zwischen Bezirksliga und Gauliga

Das Archiv listet regionale Bezirksligaspiele über viele Jahre, insbesondere in der Fürther Meisterschaftssaison 1928/29. Für diesen Spielabschnitt nennt die Chronik 28 Ligapartien. DFB-Endrundenspiele, regionale Punktspiele und andere Wettbewerbe werden jeweils separat ausgewiesen, da ein digitaler DFB-Kaderauszug keine vollständige Punktspielchronik enthält. Die späteren Jahre bis 1935 reichen in die Zeit der 1933 eingeführten Gauliga Bayern. Sie zeigen eine sportliche Kontinuität über den politischen Systembruch hinweg, ohne damit Aussagen über persönliche politische Einstellungen Negers zu verbinden.

Bedeutung für die Fürther Torhütergeschichte

Neger gehört zur Geschichte einer defensiven Position, deren historische Statistiken weit schlechter vollständig überliefert sind als heutige Torwartdaten. Für das Kleeblattmuseum sind gerade seine Verbindungen zu den anderen zeitgleich im DFB-Kader verzeichneten Personen, darunter Ludwig Leinberger, Georg Kießling und Hans „Urbel“ Krauß, wichtig. Mannschaftszugehörigkeit und gemeinsame Endrundenjahre sind belegt; verwandtschaftliche Beziehungen ergeben sich daraus nicht.

Quellenkritik

Die Übereinstimmung von Name, Geburtstag, Position und Fürther Kadern bei DFB und Chronik sichert die Identität. Der genaue Todestag ist eine Chronikangabe, bislang kein hier eingesehener Personenstandsbeleg. Die Zahl der regionalen Ligaspiele wird ausdrücklich dem historischen Facharchiv und nicht dem DFB zugeschrieben. Bilder bleiben gesperrt, solange ihre Rechte nicht eindeutig nachgewiesen sind.

Lebensstationen und Verbindungen im Detail

Beruf

  • –Fußballspieler der SpVgg Fürth, Position Tor; Chronik-Vereinszeitraum Juli 1925 bis Juni 1935; Im DFB-Kader 1928/29 als Fürther Torwart und Meistermannschaftsmitglied, kein individueller Einsatz durch Kader allein nachgewiesen[1][2][3]
Quellen und weiterführende Nachweise (3)

Quellen

  1. [1]DFB: Fürther Kader 1926/27
  2. [2]DFB: Fürther Mannschaftskader 1928/29
  3. [3]Kleeblatt-Chronik: historisches Spielerarchiv, ID 549