Stadt Fürth

Stadtgeschichte Fürth · Historische Biografie

Irma Kraus

Stadt Fürth

Biografie

Irma Kraus wurde 1896 in Neustadt an der Aisch geboren. Sie studierte in Erlangen und Würzburg und promovierte 1924 in Erlangen über die operative Behandlung von Herzverletzungen. Im selben Jahr ließ sie sich in Fürth nieder. Anfangs teilte sie Behandlungs- und Wartezimmer mit ihrem Bruder Hans, einem Frauenarzt.

Die aus einer jüdischen Familie stammende Ärztin verlor unter der NS-Herrschaft ihre wirtschaftliche Grundlage. 1935 wurde sie wegen Abtreibungen zu sechs Jahren Zuchthaus verurteilt. Nach der Haft in Aichach kam sie in das Konzentrationslager Ravensbrück, wo sie am 6. Juni 1942 starb. Die Fürther Praxis und der familiäre Zusammenhang sind in der medizinhistorischen Datenbank der Charité ausdrücklich belegt.

Weitere biografische Quellen und Zusammenhänge

Einordnung: Direkter FürthWiki-Personenartikel mit Archivhinweisen. Diese quellengebundene Forschungsergänzung ist kein abgeschlossener Personennachweis und ersetzt keine Originalakten.

Die Namensform Irmgard (Irma) Kraus, das Fürther Praxisnetz mit Bruder Hans sowie verschiedene Schritte der nationalsozialistischen Verfolgung sind einzeln datiert. Eine nur pauschale Berufsverbotsangabe würde die Schicksalsgeschichte verkürzen.

  • FürthWiki nennt die Schwester von Hans Kraus als Irmgard „Irma“ Kraus (1896–1942). Die Praxisgemeinschaft mit Hans bestand laut Darstellung ab 25. April 1924. · FürthWiki-Quellenbeleg · Quelleneinordnung: FürthWiki-Personeneintrag mit Jahr-/Tagesdatum; Praxisvertrag/Adressbuch nachprüfen
  • FürthWiki trennt Inhaftierung im Juli 1935, behördliche Rücknahme der ärztlichen Bestallung vom 8. Oktober 1936, Aberkennung des Doktorgrades 1941 und den Tod im KZ Ravensbrück am 6. Juni 1942. · FürthWiki-Quellenbeleg · Quelleneinordnung: Nachweise auf Universitätsarchiv und Regierungsakten im FürthWiki-Einzelnachweisapparat
  • Der FürthWiki-Artikel führt für Kraus den vollständigen Vornamen Irmgard und nennt bei ihren Geschwistern Deportationsorte; daraus folgt keine pauschale Identität gleichnamiger Frauen. · FürthWiki-Quellenbeleg · Quelleneinordnung: Personenbiografie und Familienhinweise, Sekundärquelle

Weitere biografische Verbindungen: Hans Kraus · Richard Fleischer

Offene Prüfung: Berufliche Entziehung, Verurteilung und Ermordung sind verschiedene Maßnahmen; die historische NS-Anklage nicht als neutrale Schuldzuweisung übernehmen. Kein neues Personenprofil anlegen.

Quelle: FürthWiki (Autorengemeinschaft); Textlizenz CC BY-SA, soweit auf der betreffenden Seite nicht anders angegeben. Die Angaben wurden in eigener Formulierung zusammengefasst und quellenkritisch ergänzt. Eine Freigabe von Abbildungen ist damit nicht verbunden.

Lebensstationen und Verbindungen im Detail

Beruf

  • 1896–1942Praktische Ärztin[1]
Quellen und weiterführende Nachweise (1)

Quellen

  1. [1]Charité: Ärztinnen im Kaiserreich, Irma Kraus, AEIK01011