Stadtgeschichte Fürth · Historische Biografie
Johann Michael Zolles
Stadt Fürth
Biografie
Die Fürther Spielwaren- und Metallwarenindustrie bestand im 19. Jahrhundert nicht nur aus großen und heute noch bekannten Unternehmen. Auch kleinere, spezialisierte Werkstätten produzierten Figuren, Spielzeug und Metallwaren. Eine davon war die Firma Gebrüder Zolles. Johann Michael Zolles ist als Teilhaber dieses Unternehmens für das Jahr 1891 belegt.
Die Brüder Zolles und ihre Werkstatt
Die familien- und firmengeschichtliche Untersuchung zur Fürther Zinnfigurenproduktion nennt Johann Michael Zolles als Sohn des Wirtes Georg Conrad Zolles und der Maria Magdalena Schiller. Als Geburtsdatum gibt sie den 22. Februar 1863 an. Sein jüngerer Bruder Andreas Zolles gründete 1888 in der Engelhardtstraße 4 eine Werkstatt, in der Zinnspielwaren, Figuren und kleine metallene Schiffe hergestellt wurden. Johann Michael trat als Teilhaber hinzu.
1891 zog das Unternehmen in die Engelhardtstraße 6. Für dieses Jahr wird die Firma unter der Bezeichnung „Gebrüder Zolles, Inhaber Andreas und Johann Michael Zolles“ nachgewiesen. Ein zeitgenössischer Geschäfts- beziehungsweise Adressbucheintrag für Fürth aus dem Jahr 1891 ist im Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek greifbar. Damit ist die Mitinhaberschaft nicht allein aus der gemeinsamen Familie oder der späteren Firmenbezeichnung abgeleitet.
Kurze Beteiligung und Nachfolge
Die auf Adressbuchbeständen und weiterer Spezialliteratur beruhende Firmengeschichte berichtet, Johann Michael Zolles sei noch 1891 gestorben. Ab 1893 habe die Firma nur Andreas Zolles als Inhaber genannt. Das genaue Sterbedatum ist in den vorliegenden Arbeitsdaten noch nicht mit einem eigenständig eingesehenen Personenstandseintrag belegt und bleibt daher ausdrücklich offen.
Für die Verknüpfung im Kleeblattmuseum ist die Unterscheidung wichtig: Der spätere Betriebserfolg, die Preisverleihung von 1896 und die Tätigkeit Andreas Zolles' als Sportfunktionär gehören zur weitergeführten Firma beziehungsweise zu Andreas und dürfen nicht rückwirkend Johann Michael Zolles zugeschrieben werden. Die beiden Brüder benötigen getrennte Personenknoten.
Forschungsstand
Das Firmenprofil, der zeitgenössische Fürther Geschäftsadressbucheintrag von 1891 und die spätere Spezialgeschichte liefern einen belastbaren Ausgangspunkt für die Rolle Johann Michael Zolles' als Mitinhaber. Weitere persönliche Lebensdaten und die genaue Nachfolge müssen anhand von Kirchen- und Personenstandsunterlagen ergänzt werden. Der Zusammenhang mit dem früheren Fürther Metall- und Spielzeuggewerbe ist durch den Geschäftszweig und den dokumentierten Standort belegt.
Lebensstationen und Verbindungen im Detail
Firmen und Tätigkeit
- –Inhaber von Gebr. Zolles – Zinnfigurenfabrik – Mitinhaber der Fürther Zinnfigurenfabrik Gebrüder Zolles, 1891 belegt[1][2]
Quellen und weiterführende Nachweise (2)
Quellen
Belegte Verbindungen im Museum
Diese veröffentlichten Artikel sind durch belegte historische Zusammenhänge verbunden. Gleiche Namen allein gelten nicht als Beziehung.