Stadtgeschichte Fürth · Historische Biografie
Johannes Pickel
Stadt Fürth
Biografie
Johannes Pickel übernahm zum 1. Januar 1890 die Leitung der Fürther Lateinschule zunächst auf Widerruf. Nach der Chronik wurde ihm das Subrektorat zum 1. April 1890 endgültig übertragen. Der Bericht ist Ende Juli 1890 von Pickel als königlichem Subrektor unterzeichnet. Damit sind vorläufige Beauftragung, definitive Ernennung und tatsächlich ausgeübte Rolle getrennt belegt.
Im Unterricht wechselte Pickel während desselben Schuljahrs von der dritten zur fünften Lateinklasse. In der dritten Klasse folgten ihm zunächst Karl Götz und ab April Friedrich Fleischmann. Eine pauschale Angabe, alle drei hätten die Klasse das ganze Jahr geleitet, wäre deshalb falsch.
Die Chronik dokumentiert auch den institutionellen Rahmen seiner Leitung: Die Anstalt wurde am 6. und 9. Juli inspiziert; die Stadt bewilligte wiederum 200 Mark für Bibliothek und Lehrmittel. Im späteren Jahresbericht 1897/98 ist Johannes Pickel erneut als Lehrer und Leiter der fünften Klasse belegt. Dieser zeitliche Anschluss stützt die Personenidentität, beweist aber keine lückenlose Fortdauer des Subrektorats.
Der neu geprüfte Lehrplan der fünften Lateinklasse nennt Latein mit acht, Griechisch mit sechs sowie Deutsch und Geschichte mit jeweils zwei Stunden. Für diese vier Fächer wechselte der Unterricht nach der gedruckten Angabe zu Weihnachten von Zucker zu Pickel. Diese Unterrichtsgrenze wird vom formellen Personalwechsel zum 1. Januar 1890 getrennt. Auch in der vierten Klasse nennt der Lateinlehrplan diesen Wechsel.
Die Fürther Schulverwaltung im Wandel
Johannes Pickel übernahm im Januar 1890 zunächst provisorisch das Subrektorat der Fürther Lateinschule. Die endgültige Übertragung zum April wird im Jahresbericht ausdrücklich gesondert erwähnt. Gleichzeitig änderten sich seine Klassenaufgaben; aus dem Unterricht der dritten Lateinklasse wechselte er in die fünfte. Diese datierten Funktionen dürfen nicht als lebenslang unveränderliche Schulstellung behandelt werden. Die späteren Jahrgänge des Humanistischen Gymnasiums belegen sein weiteres Wirken in Fürth.
Mitglied des Alpenvereins
Der gedruckte 23. Jahresbericht der Sektion Fürth des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins von 1905 führt Johannes Pickel unter den Mitgliedern als königlichen Gymnasialprofessor auf. Die Mitgliederliste nennt als Eintrittsjahr 1893. Das ergänzt die aus dem Schulbericht bekannten Berufsangaben um eine eigene Vereinsverbindung. Eine Vorstandsfunktion folgt aus einer bloßen Mitgliedernennung nicht; die Verknüpfung wird deshalb als Mitgliedschaft, nicht als Vorsitz ausgewiesen.
Quellenkritik
Die Schulleitung und Unterrichtsfächer sind durch originale Schulprogramme belegt; die Alpenvereinsmitgliedschaft durch ein zeitgenössisches Mitgliederverzeichnis. Eine später in einer bearbeiteten städtischen Chronik auftretende Änderung seiner Leitungsfunktion 1894 bleibt als gesonderte Nachforschung bestehen und wird nicht ohne Aktennachweis als ein förmlicher Entlassungsbescheid ausgegeben.
Lebensstationen und Verbindungen im Detail
Beruf
Vereine, Organisationen und Ämter
- –Mitglied von Alpenverein Sektion Fürth[1]
Quellen und weiterführende Nachweise (3)
Quellen
Belegte Verbindungen im Museum
Diese veröffentlichten Artikel sind durch belegte historische Zusammenhänge verbunden. Gleiche Namen allein gelten nicht als Beziehung.