Stadtgeschichte Fürth · Historische Biografie
Karl Meinel
Stadt Fürth
Biografie
Karl Meinel, in einer zeitgenössischen biografischen Quelle Carl geschrieben, unterrichtete Mathematik und naturwissenschaftliche Fächer in Fürth. Der Jahresbericht 1889/90 nennt ihn als königlichen Studienlehrer für Arithmetik und Mathematik in allen fünf Lateinklassen sowie für Geographie in den drei oberen Klassen. Die gleiche besondere Amtsfunktion an der Fürther Schule verbindet die beiden Vornamensschreibungen; sie wird nicht allein aus der Namensähnlichkeit erschlossen.
Der Lehrplan macht seinen Unterricht anschaulich. In der ersten Klasse waren Grundoperationen, Primzahlen und Teilbarkeit vorgesehen. In der dritten kamen Bruch-, Zins- und Schlussrechnungen hinzu, in der vierten unter anderem Prozent-, Gesellschafts- und Mischungsrechnung. Für die fünfte Klasse nennt der Plan Algebra und Geometrie. Kartenzeichnen gehörte zur Geographie. Für die beiden unteren Geographieklassen wird Meinel aus diesen Angaben kein zusätzlicher Auftrag zugeschrieben.
Das Zentralblatt für Bibliothekswesen nennt 1900 den 10. August 1853 in Hof als Geburtstag und Geburtsort. Der zeitgenössische Personaleintrag beschreibt ein Studium von 1871 bis 1874 an der Universität und am Polytechnikum in München sowie an der Universität Erlangen. Es handelt sich um biografische Angaben eines Personalverzeichnisses; die Geburtsurkunde wurde noch nicht selbst geprüft.
Meinel verband die Schule mit einer weiteren Bildungsaufgabe der Stadt. Nach demselben Original war er seit 1. November 1895 nebenamtlicher Stadtbibliothekar und zugleich königlicher Gymnasialprofessor für Mathematik und Physik am Humanistischen Gymnasium in Fürth. FürthWiki führt ihn als Carl Meinel und verweist auf diese Quelle. Der genaue Amtsbeginn lässt sich am Original präziser angeben als mit der bloßen Jahreszahl 1895.
Das Adressbuch 1899 führt Karl Meinel als königlichen Gymnasialprofessor in der Dambacherstraße 3, erster Stock. Die Adresse ist ein zeitgebundener Wohnnachweis und kein Beleg für Eigentum. Familie und Lebensende sind noch offen. Der 1854 belegte gleichnamige Chatoullenfertiger wird wegen des Geburtsjahrs 1853 nicht mit diesem Lehrer verbunden.
Quellenkritik und Abgrenzung
Die Namensformen Karl und Carl sind durch Unterrichtsfach, Fürther Amt, Geburtstag und Berufsangaben verbunden. Das Zentralblatt für Bibliothekswesen gibt den Geburtstag und den nebenamtlichen Bibliotheksdienst an. Eine Schul- oder Wohnadresse belegt keinen Eigentumstitel.