Stadtgeschichte Fürth · Historische Biografie
Karl Franz
Stadt Fürth
Biografie
Karl Franz wurde laut historischem Spielerarchiv am 26. April 1892 in Fürth geboren. Der Stürmer steht dort unter der eindeutigen Spielerkennung 630 und wird vom Juli 1910 bis September 1914 als Mitglied der SpVgg Fürth geführt. Die offiziellen DFB-Spielberichte zur Deutschen Meisterschaft 1914 bestätigen den voll ausgeschriebenen Namen in der Fürther Aufstellung und dokumentieren seine Tore. Damit ist der Bezug zwischen dem historischen Archivspieler und dem überregionalen Wettbewerb gesichert.
Das dramatische Endspiel gegen den VfB Leipzig
Am 31. Mai 1914 traf die SpVgg Fürth im Finale der Deutschen Meisterschaft auf den VfB Leipzig und gewann nach Verlängerung mit 3:2. Das offizielle DFB-Protokoll führt Franz als Fürther Spieler und Torschützen zum 1:0 sowie zum entscheidenden 3:2. Auch die Vereinsgeschichte der SpVgg Fürth beschreibt die beiden Tore und den historischen Titelgewinn. Die Quellen weichen bei Einzelheiten des Ablaufs ab: Das DFB-Datencenter und die erzählende Vereinsdarstellung nennen unterschiedliche Minuten für den entscheidenden Treffer. Deshalb wird hier das belegte Ergebnis und die Torschützenrolle genannt, nicht ein als gesichert ausgegebener exakter Zeitpunkt.
Der Weg ins Finale
Bereits im Viertelfinale der Deutschen Meisterschaft am 3. Mai 1914 stand Franz in der Fürther Mannschaft beim 2:1 gegen die SpVgg Leipzig. Der DFB-Spielbericht weist ein Tor von Karl Franz zum 2:1 aus. Seine Bedeutung für die Meistermannschaft wird so nicht allein aus späteren Vereinslegenden erschlossen, sondern aus konkreten Einzelergebnis- und Aufstellungsnachweisen.
Tod im Ersten Weltkrieg und Quellenlage
Die Kleeblatt-Chronik nennt den 4. September 1914 als Todestag und berichtet, Franz sei in Lothringen gefallen. Dieser archivalisch überlieferte Befund verbindet die Sportgeschichte mit dem Einschnitt des Ersten Weltkrieges. Eine Eintragung in Verlustlisten oder einem amtlichen Sterberegister wurde für diese Veröffentlichung nicht gesondert geprüft; das Todesdatum wird daher der Chronik zugeordnet. Die DFB-Protokolle bestätigen die Spielidentität, nicht sämtliche privaten Lebensdaten. Bildrechte der historischen Meistermannschaft sind hier nicht freigegeben.