Stadtgeschichte Fürth · Historische Biografie
Karl Mai
Stadt Fürth
Biografie
Karl Mai, geboren am 27. Juli 1928 in Fürth, gehört zu den international bekanntesten Sportpersonen der Stadt. Der Mittelfeldspieler der SpVgg Fürth wurde 1954 mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister. In den amtlichen DFB-Daten erscheint er unter seinem gebräuchlichen Rufnamen „Charly Mai“; das städtische und vereinsgeschichtliche Register führt ihn als Karl Mai. Geburtsdatum und Laufbahn ermöglichen die Identifizierung als dieselbe Person.
Weg aus dem Ronhof zur Nationalmannschaft
Die Kleeblatt-Chronik beschreibt seine Fürther Vereinszeit von Juli 1948 bis Juni 1958. Das DFB-Datencenter enthält aus den erfassten Endrunden- und Pokalwettbewerben sieben Fürther Einsätze. Diese Zahl darf nicht mit seinen gesamten Spielen in der Oberliga Süd verwechselt werden: Die damalige Liga ist in dieser statistischen Auswahl nicht vollständig enthalten.
Mai spielte im Mittelfeld und wurde Teil der Mannschaft, die 1954 in Bern den Weltmeistertitel gewann. Das DFB-Datencenter weist 21 A-Länderspiele aus. Sein Beitrag wird auch durch ein besonderes Zeugnis der materiellen Sportgeschichte dokumentiert: 2010 übergab seine Witwe Else Mai sein Original-Weltmeistertrikot mit der Rückennummer 8 an das Deutsche Fußballmuseum.
Erinnerungsort und Quellenlage
Die Geschichte Karl Mais verbindet die Fürther Nachkriegszeit, die Spielvereinigung im Ronhof und das nationale Fußballgedächtnis. Die Vereinsüberlieferung verzeichnet seinen Tod am 15. März 1993. Weiter auszuwerten sind zeitgenössische Spielberichte zu seinen Fürther Jahren, die genaue Vereinsentwicklung und sein späterer sportlicher Weg. Für das Kleeblattmuseum sind sowohl die amtlichen DFB-Daten als auch die museale Überlieferung des Originaltrikots zentrale unabhängige Belege.