Stadtgeschichte Fürth · Historische Biografie
Katharina Gröber
Stadt Fürth
Biografie
Eine eigenhändige Geschäftsankündigung
Katharina Gröber ließ 1840 im Fürther Tagblatt eine Erklärung veröffentlichen, dass sie das Seilergeschäft ihres verstorbenen Mannes in bisheriger Form fortführen werde. In dem Inserat ist die Unterstützung durch Gesellen erwähnt. Dieser namentlich unterzeichnete Zeitungsbeleg dokumentiert sie selbst als wirtschaftlich handelnde Person und nicht bloß als Namen in der historischen Firmenbezeichnung.
Handwerk und Wirtschaftsstruktur
Seilereien fertigten Materialien für zahlreiche handwerkliche und gewerbliche Zwecke. Solche Werkstätten gehörten im frühen 19. Jahrhundert zur kleingewerblichen Struktur Fürths. Die spätere Industrialisierung wandelte die städtische Wirtschaft, doch neben Fabriken und Exporthandel bestanden weiterhin zahlreiche traditionelle Gewerbe. Diese Struktur wird in Oliver Benders Forschung beschrieben, ohne Katharina selbst als zweite Personenquelle zu nennen.
Abgrenzung zum verstorbenen Ehemann
Aus dem Zeitungsinserat ergibt sich die Fortführung nach einem Todesfall. Der verstorbene Mann wird dadurch noch nicht zweifelsfrei mit dem ebenfalls in der Fürther Datenbank auftretenden Johann Simon Gröber identifiziert. Eine gesicherte genealogische Verknüpfung bedarf zusätzlicher Trauungs-, Sterbe- oder Gewerbeakten. Auch die genaue rechtliche Eigentumsübertragung kann aus der Anzeige allein nicht rekonstruiert werden.
Quellenkritik
Der Personennachweis stützt sich direkt auf das Fürther Tagblatt von 1840, Scan 404. Andere Originalquellen sind für die vollständige Biografie, die Adresse und die Geschäftsfolge erforderlich. Geburts- und Sterbedaten bleiben offen. Es werden keine historischen Aufnahmen ohne nachgewiesene Nutzungserlaubnis veröffentlicht.
Lebensstationen und Verbindungen im Detail
Beruf
- –Geschäftsfortführerin einer Fürther Seilerei nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 1840[1]