Stadt Fürth

Stadtgeschichte Fürth · Historische Biografie

Konrad Haffner

Stadt Fürth

Biografie

Konrad Haffner wurde 1838 in eine Fürther Handwerkerfamilie geboren, im selben Jahr, in dem sein Vater Johann die Zinnfigurenfabrikation begann. Schon als junger Mann lernte Konrad in dessen Betrieb das Zinngießerhandwerk. Die überlieferte Prüfung vom März 1862 würdigte besonders seine zeichnerischen und gravierenden Fähigkeiten; im August wurde er zum Meister gesprochen. Trotz eigener Konzession wollte er zunächst weiter im Geschäft seines Vaters arbeiten.

Die Fürther Zinnfigurenherstellung verband mehrere Tätigkeiten: Entwurf und Gravur der Formen, Gießen der Figuren, Bemalen und Verpacken für den überregionalen Handel. Gerade Heimarbeiterinnen trugen zur farbigen Ausstattung bei. Wenn erhaltene Zinnfiguren im Museum der Haffner-Firma zugeordnet werden, ist damit noch nicht erwiesen, dass Konrad jedes Stück selbst schuf. Einige Zuschreibungen sind ausdrücklich unsicher.

1871 wurde der Betrieb in die Mathildenstraße 14 verlegt. Eine zeitgenössische Firmenanzeige, die in der Fachchronik abgebildet ist, führt die Firma unter Johanns Namen, aber Konrad als Inhaber. Erst 1885 wird er als Alleininhaber bezeichnet. Die spätere Anschrift Mathildenstraße 28 entstand durch die Hausnummernänderung 1890, nicht durch einen zweiten Fabrikstandort. Das Fürther Adressbuch von 1891 nennt Konrad ausdrücklich als Zinnfigurenfabrikanten.

Am 15. Dezember 1892 übernahm nach der dokumentierten Firmengeschichte Albrecht Städtler das Geschäft. Der eingeführte Name „Johann Haffner’s Nachfolger“ wurde unter weiteren Eigentümern fortgeführt und darf nicht als Beweis für eine weitere persönliche Leitung Konrads dienen. Für 1904 ist in der Fachchronik eine neue Zinnfigurenfabrikation Konrads in der Amalienstraße 70 dokumentiert, unter anderem durch den Hinweis auf eine zeitgenössische Branchenanzeige. Ihr Bestehen wird bis 1910 angegeben; die vollständige amtliche Gewerberegisterkette ist noch nicht abgeglichen.

Haffners Lebensweg zeigt, wie aus einem Fürther Handwerker ein fachlich versierter Unternehmer wurde, dessen Familienname in der Spielwarenbranche über die eigene Geschäftszeit hinaus Bedeutung behielt.

Lebensstationen und Verbindungen im Detail

Beruf

  • 1891Zinnfigurenfabrikant[1]
Quellen und weiterführende Nachweise (3)

Quellen

  1. [1]Adressbuch Fürth 1891, Scan 315
  2. [2]Bernhard Schwarz, Firmengeschichte Haffner mit historischen Anzeigen und Aktenzitaten
  3. [3]Germanisches Nationalmuseum, Sammlungsobjekt HG8020 (Objektzuordnung)