Stadt Fürth

Stadtgeschichte Fürth · Historische Biografie

Konrad Kleinlein

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Biografie

Ein Fürther Spieler zwischen regionalem Wettbewerb und deutscher Meisterschaft

Konrad Kleinlein gehörte zu den langjährigen Spielern der SpVgg Fürth zwischen dem Ende des Ersten Weltkriegs und der Anfangszeit der Gauliga Bayern. Die digitale historische Kleeblatt-Spielerkartei nennt als Geburtstag den 12. April 1900 und führt ihn von Juli 1921 bis Juni 1934 im Verein. Die moderne DFB-Datenbank bestätigt seinen vollständigen Namen und seine Fürther Zugehörigkeit in mehreren nationalen Endrunden, liefert in ihrem eigenen Personenprofil aber keinen Geburtstag. Das Geburtsdatum ist deshalb als Aussage der Vereinschronik kenntlich zu machen: Das maschinenlesbare Geburtsfeld der neuen Forschungsidentität bleibt vorerst leer, bis ein zeitgenössischer Register- oder Mannschaftsausweis vorliegt.

In den frühen 1920er Jahren war der süddeutsche Spitzenfußball anders gegliedert als die heutige Bundesliga. Zunächst spielte Fürth in der Kreisliga Nordbayern, ab 1923 in der Bezirksliga Bayern, später in der Bezirksliga Nordbayern. Kleinlein wird in der historischen Spielerkartei als Mittelfeldspieler geführt. Das entspricht seiner nachweisbaren Rolle in mehreren DFB-Aufstellungen, bedeutet jedoch nicht, dass seine Position in jedem einzelnen lokalen Meisterschaftsspiel unverändert blieb.

Regionale Saisonleistungen und die Grenzen einer Gesamtzahl

Der archivierte Fürther Saisonbestand zählt für die Spielzeiten 1921/22 bis 1931/32 insgesamt 162 regionale Punktspiele und sieben Tore. Die in der Datenbank zusätzlich erfassten zwei Gauligaspiele der Saison 1933/34 wären gesondert zu zählen. Die häufig genannte Zahl von 162 darf deshalb nicht als Summe inklusive der Gauligapartien verstanden werden. Die Saisonkartei nennt ferner regionale Pokalbegegnungen, die zusätzlich und unter anderen Spielbedingungen ausgetragen wurden. Diese Ligazahlen beruhen auf der retrospektiven Vereinschronik; die Einzelnachweise der damaligen regionalen Presse und des Süddeutschen Fußball-Verbands sind weiterhin nachzutragen.

Anders gelagert sind die nationalen Spiele im DFB-Datencenter. Die dortige Personenstatistik zeigt elf Begegnungen in deutschen Meisterschaftsendrunden und ein Tor für Fürth. Sie verteilt die nationale Laufbahn auf die Spieljahre 1922/23, 1925/26, 1926/27, 1928/29 und 1929/30. Der DFB führt zwei getrennte Fürther Zeilen mit zwei und neun Spielen, die sich nach ihrer Zeitspanne ergänzen. Das sind keine zwei Spieler gleichen Namens und auch keine zwei vollständigen Vereinskarrieren. Der sorgfältige Vergleich der Spielzeiten erlaubt eine zusammenfassende Elf-Spiele-Angabe ausschließlich für die erfassten Endrunden; sie darf weder zu den regionalen 162 Partien addiert noch als gesamte Lebensbilanz ausgegeben werden.

Das Meisterschaftsfinale am 13. Juni 1926

Den deutlichsten individuellen Beleg liefert der DFB-Spielbericht vom 13. Juni 1926. Im Frankfurter Waldstadion besiegte die SpVgg Fürth Hertha BSC vor nach DFB 40.000 Zuschauern mit 4:1. Kleinlein steht in der konkreten Fürther Startaufstellung, gemeinsam mit Hans Hagen, Willy Ascherl, Georg Kießling und Ludwig Leinberger. Trainer war William Townley. Die Treffer werden im DFB-Protokoll unter anderem Lony Seiderer und Karl Auer zugeschrieben; daraus folgt gerade nicht, dass Kleinlein selbst im Endspiel traf. Sein tatsächlicher Finaleinsatz 1926 ist durch die Startelf, nicht nur durch eine rückblickende Mitgliedschaft im Meisterkader gesichert.

Die Meisterschaft 1928/29 verlangt eine ebenso genaue Formulierung. Der DFB führt Kleinlein als Mitglied der damaligen Fürther Meistermannschaft und weist in der Endrunde einen eigenen Einsatz aus. Eine Übernahme in das konkrete Finalspiel gegen Hertha BSC folgt daraus aber nicht. Der DFB unterscheidet auch die Saison 1929/30 mit zwei Endrundeneinsätzen. Deshalb sind der Meistertitel 1929, der individuelle Endrundeneinsatz und eine Finalteilnahme sorgfältig getrennte Aussagearten.

Beziehungen zu Personen, Vereinen und der Stadtgeschichte

Kleinleins Mannschaftswege berühren mehrere bereits dokumentierte Fürther Spielerbiografien, darunter Georg Kießling, Hans Hagen, Ludwig Leinberger und Andreas Franz. Die Sportüberlieferung bietet dafür überprüfbare Endrundenaufstellungen und Vereinszeiten. Insbesondere darf der Fußballer Konrad Kleinlein nicht aufgrund des Nachnamens mit dem bereits veröffentlichten Wolfgang Kleinlein gleichgesetzt oder automatisch als dessen Angehöriger geführt werden. Das historische Namensfeld identifiziert zunächst nur den Fußballspieler selbst.

Späte Jahre und offene Personenstandsfragen

Die Fürther Chronik verzeichnet den Anfang der Gauliga Bayern 1933/34 noch als letzten gesonderten Spielzeitabschnitt. Das DFB-Personenprofil endet mit den national dokumentierten Spielen 1930. Ein exakter Todestag ist in diesen beiden nachgeprüften Datensätzen nicht ausgewiesen. Wohnorte, Beruf, Familienverbindungen, das spätere Leben und Todesumstände sind damit noch nicht archivisch gesichert; hier dürfen weder eine unbekannte Lebenserwartung noch Angaben zu gleichnamigen Personen ergänzt werden.

Quellenkritik und Forschungsbedarf

Die DFB-Startaufstellung 1926 belegt direkt einen Finaleinsatz; das DFB-Personenprofil zählt die nationale Endrunde. Die Fürther Saisonkartei dokumentiert regionale Spielklassen, Pokale und den überlieferten Geburtstag. Eine spätere fränkische Vereinsdarstellung führt weitere regionale Gesamtzahlen auf, die einen nützlichen Plausibilitätsvergleich ermöglichen, aber keinen Personenstandsakt ersetzen. Die verschiedenen Wettbewerbe und die im DFB doppelt angelegten Statistikabschnitte dürfen nicht vermischt werden. Vor einer taggenauen Geburts- oder Sterbedatumsfestlegung sind originaler Registerbeleg und gegebenenfalls die damaligen Spielerausweise zu recherchieren. Keine zusätzlichen Familienkanten ohne E3-Evidenz; keine historischen Fotos ohne gesicherte Nutzungslizenz.

Ausgewählte Quellen: DFB: Konrad Kleinlein, Spielerprofil; DFB: Endspiel Fürth gegen Hertha BSC, 13. Juni 1926; DFB: Fürther Meisterschaftskader 1928/29; Kleeblatt-Chronik, Spielerarchiv ID 869; Fränkische Fußballgeschichte, biografischer Rückblick.

Lebensstationen und Verbindungen im Detail

Beruf

  • –Fußballspieler der SpVgg Fürth, Position Mittelfeld; archivierter Vereinszeitraum Juli 1921 bis Juni 1934; DFB 11 einzelne deutsche Meisterschaftsendrundenbegegnungen für SpVgg Fürth und ein Tor, getrennte Tabellen 2 plus 9; Finale 13. Juni 1926 eigene Startelfteilnahme bestätigt.[1][2][3][4][5]
Quellen und weiterführende Nachweise (5)

Quellen

  1. [1]DFB: Endspiel um die Deutsche Meisterschaft 1926, Fürth gegen Hertha BSC 4:1, Konrad Kleinlein in Startaufstellung
  2. [2]DFB: Fürther Mannschaftskader 1928/29
  3. [3]Deutscher Fußball-Bund: historisches Spielerprofil Konrad Kleinlein
  4. [4]Kleeblatt-Chronik: historisches Spielerarchiv, ID 869
  5. [5]fussballn.de: Historischer Überblick erfolgreichste Fußballer aus Nürnberg und Fürth und Konrad Kleinleins regionale Bilanz