Stadt Fürth

Stadtgeschichte Fürth · Historische Biografie

Ludwig Janda

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Biografie

Fürther Jugend und der Sprung in den Männerfußball

Ludwig Janda wurde am 13. Januar 1919 in Fürth geboren. Die historische Spielerkartei der SpVgg Fürth datiert seine Zugehörigkeit zur Kleeblattjugend auf 1928 und seine Einsätze in der ersten Mannschaft auf die Zeit von Juli 1936 bis März 1938. Das Archiv führt für die Gauliga Bayern in den beiden Spielzeiten 1936/37 und 1937/38 zwölf beziehungsweise acht Ligaspiele an. Die für diesen örtlichen Wettbewerb überlieferten Einsätze sind von der späteren reichsweiten Pokal- und Meisterschaftsstatistik zu unterscheiden. Seine Jugend- und frühe Fürther Zeit verlangt weitere Gegenprüfung anhand zeitgenössischer Mannschaftslisten und Presseberichte.

Im Jahr 1938 wechselte der technisch geschätzte Stürmer zum TSV 1860 München. Die Kleeblatt-Chronik berichtet auch von seinem Bruder Karl als Mitwechsler; eine eigene Familienrelation in der Forschungsdatenbank darf erst mit hinreichender, personengenauer E3-Evidenz angelegt werden.

Pokalwettbewerbe während des Zweiten Weltkriegs

Für die Münchner Löwen erreichte Janda 1942 einen Pokalsieg. Das DFB-Datencenter weist die historische Pokal- und Endrundenteilnahme mit konkreten Spielzahlen aus. Während des Krieges spielte Janda auch für den Luftwaffen-SV Hamburg, der im Pokal- und Meisterschaftsfußball auftrat. Die Chronik erinnert an das verlorene Pokalfinale gegen First Vienna 1943 und das verlorene Meisterschaftsendspiel 1944 gegen den Dresdner SC. Die Existenz solcher Mannschaften und ihre Zusammensetzung stehen im historischen Kontext des NS-Kriegsfußballs; aus einem Mannschaftseintrag sind weder persönliche Überzeugungen noch ein genauer militärischer Dienstverlauf abzuleiten.

Eine wichtige statistische Falle: Das DFB-Spielerprofil umfasst 27 erfasste Wettbewerbsbegegnungen für TSV 1860 München und den LSV Hamburg mit zusammen 19 Toren. Dies sind keine 27 Fürther Einsätze, keine vollständige Ligakarriere und kein Beleg für eine Fürther Meisterschaftsteilnahme. Der DFB weist 15 deutsche Meisterschafts- und zwölf Pokalspiele getrennt aus. Die historische Fürther Gauligastatistik folgt einer anderen Überlieferungsbasis und darf nicht dazuaddiert werden, ohne den Wettbewerb und die Einzelspiele zu prüfen.

Der Weg in die italienische Profiliga

Nach dem Krieg spielte Janda erneut bei 1860 München. Ende 1949 ging er nach Italien zum AC Florenz und wechselte 1951 zum AC Novara. Eine vom DFB publizierte Rückschau und ein Beitrag des Tagesspiegels nennen 1949 als Beginn seiner Italienkarriere; ein späterer Vereinsrückblick verwendet dagegen 1950. Das konkrete Vertrags-, Registrierungs- und Debütdatum muss deshalb anhand der italienischen Verbandslisten geprüft werden. Auch die in späteren Berichten genannten Ablösesummen sind uneinheitlich und werden nicht als gesicherte Summe wiedergegeben. Unabhängig davon zeigt die Laufbahn einen frühen Wechsel eines deutschen Vertragsspielers in den italienischen Profifußball und verbindet Fürther Sportgeschichte mit dem internationalen Transferwesen der Nachkriegszeit.

Die Trainerlaufbahn und ihre genaue Einordnung

Nach seiner Rückkehr arbeitete Janda als Trainer unter anderem bei Viktoria Aschaffenburg, dem Karlsruher SC und dem FSV Frankfurt. Die Chronik nennt den Pokalsieg des Karlsruher SC von 1956 als Trainererfolg. Wenn das DFB-Personenprofil auch den Pokaltitel 1955/56 ausweist, darf dies nicht als weiterer Spielertitel ausgegeben werden: Jandas aktive Pokalspiele im DFB-Datencenter stammen aus früheren Jahren. Das Vereinsarchiv nennt den 22. August 1981 als seinen Todestag; für den Sterbeort und die rechtlich gesicherte Datumspräzision ist das Personenstandsregister weiterhin die stärkere Quelle.

Quellenkritik und Forschungsgrenzen

DFB-Daten belegen die namentliche Identität mit dem genauen Geburtstag und abgegrenzte Wettbewerbseinsätze nach Vereinen. Das Fürther Archiv erschließt die lokale Jugend- und Mannschaftslaufbahn, besitzt aber keinen Anspruch auf vollständige originale Vertragsakten. Journalistische Rückblicke zur Auslandsstation setzen unterschiedliche zeitliche und finanzielle Akzente. Familienverbindungen, exakte Transferbeträge, einzelne italienische Einsätze und politische Zuordnungen dürfen ohne eigene Belege nicht aus dem biografischen Umfeld abgeleitet werden. Es werden keine Bilder übernommen, solange die Rechte nicht dokumentiert sind.

Verbindung zur Vereins- und Zeitgeschichte

Jandas frühe Zeit erschließt sich über die SpVgg Fürth in der Gauliga Bayern; seine späteren Erfolge gehören zum TSV 1860 München, zum LSV Hamburg und in die italienische Profiliga. Die namentlichen Mitspieler, Trainer, Verwandten und einzelne Fürther Spielaufstellungen bleiben bis zur eigenständigen Quellenprüfung ohne zusätzliche personenbezogene Datenbankrelation.

Lebensstationen und Verbindungen im Detail

Beruf

  • –Fußballspieler der SpVgg Fürth, Position Sturm; Chronik-Vereinszeitraum Juli 1936 bis März 1938; DFB-Laufbahnstatistik: 27 nationale Endrunden- und Pokalspiele für TSV 1860 München und LSV Hamburg; keine Fürther Spiele[1][2][3][4]
Quellen und weiterführende Nachweise (4)

Quellen

  1. [1]DFB: Ludwig Janda, getrennte historische Trainerbilanz
  2. [2]Deutscher Fußball-Bund: historisches Spielerprofil Ludwig Janda
  3. [3]Kleeblatt-Chronik: historisches Spielerarchiv, ID 634
  4. [4]Weltfussball: Ludwig Janda, Vereins- und Trainerstationen nach 1938