Stadtgeschichte Fürth · Historische Biografie
Theodor Neidhardt
Stadt Fürth
Biografie
Theodor Neidhardt war 1889/90 königlicher Studienlehrer und Ordinarius der zweiten Lateinklasse in Fürth. Der Jahresbericht nennt seinen vollständigen Namen. Die Klassenleitung ist ein konkreter datierter Auftrag; sie bezeichnet keine automatisch für alle folgenden Jahre fortbestehende Amtszeit.
Neidhardts Unterricht war nicht auf seine eigene Klasse beschränkt. Im Lehrplan der vierten Lateinklasse steht sein Name bei Deutsch und Geschichte, jeweils mit zwei Stunden. Der Deutschunterricht umfasste unter anderem Satzlehre, direkte und indirekte Rede sowie Nacherzählungen. In Geschichte reichte der Plan von den römischen Kaisern bis zum Ende des Mittelalters und berücksichtigte besonders Bayern. Das sind Unterrichtsvorgaben, keine Berichte über individuelle Schülerleistungen.
1897/98 nennt ihn der Gymnasialbericht als Gymnasiallehrer und Ordinarius der vierten Klasse; 1900/01 erscheint er als Gymnasialprofessor und Ordinarius der sechsten Klasse. Damit werden mehrere zeitlich getrennte berufliche Stationen sichtbar. Das Adressbuch 1899 führt Th. Neidhardt als königlichen Gymnasialprofessor in der Johannisstraße 7, dritter Stock. Die Übereinstimmung von Name, Ort und besonderer Amtsbezeichnung stützt den Anschluss dieser Adresse an den Lehrer.
Geburts- und Sterbedaten, Ausbildung und Familie sind noch nicht gesichert. Gleichnamige Fabrikbesitzer im Adressbuch und in FürthWiki liefern ohne weiteren Beleg keine Verwandtschaft. Für Theodor selbst ergaben die geprüften FürthWiki-Titel- und Volltextsuchen keinen passenden Artikel; das sagt nichts über seine historische Existenz aus.
Berufswechsel über mehrere Schuljahrgänge
Theodor Neidhardt war 1889/90 königlicher Studienlehrer und Klassenordinarius der zweiten Lateinklasse in Fürth. Daneben wies ihm der gedruckte Lehrplan einzelne Deutsch- und Geschichtsabschnitte der vierten Klasse zu. Der Humanistische Gymnasialbericht des ausgehenden 19. Jahrhunderts führt ihn in einer späteren Phase als Gymnasiallehrer beziehungsweise Professor. Diese Originale erlauben eine Entwicklung der Amtsbezeichnung, aber kein lückenloses taggenaues Beförderungsverzeichnis.
Bildungsgeschichte und Wohnadresse
Ein Fürther Adressbuch von 1899 verzeichnet Th. Neidhardt als Gymnasialprofessor in der Johannisstraße 7. Die historische Berufsangabe und die Anschrift verbinden sich plausibel mit den Schulprogrammen; die Wohnung wird nicht als Hausbesitz ausgewiesen. Unterrichtsfächer und Klassenbezüge lassen die schulische Laufbahn konkreter werden als eine nur summarische Nennung als „Lehrer“.
Quellenkritik
Die Schulprogramme von 1889/90 und 1898/99 sind zeitlich getrennte Personalnachweise. Geburts- und Sterbedatum, familiäre Beziehungen und Gründe einzelner Beförderungen sind daraus nicht abzuleiten. Ein gleichnamiger Gewerbetreibender wird nicht allein wegen des Familiennamens mit diesem Studienlehrer vereinigt.