Stadt Fürth

Stadtgeschichte Fürth · Historische Biografie

Viktor Hierländer

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Biografie

Vom Wiener Fußball nach Fürth

Viktor Hierländer wurde am 7. Juni 1900 in Wien geboren. Die historische Kleeblatt-Spielerkartei führt ihn als österreichischen Stürmer und setzt seinen Fürther Vereinszeitraum von November 1919 bis Juni 1922 an. Als vorherigen Klub nennt sie den Floridsdorfer AC. Der Beginn seiner Laufbahn in Fürth gehört in die frühe Nachkriegsphase des deutschen Fußballs, als die Deutsche Meisterschaft nach dem Ersten Weltkrieg wieder ausgespielt wurde.

Die DFB-Kaderübersicht für die Endrunde 1919/20 führt Viktor Hierländer ausdrücklich als Stürmer der SpVgg Fürth mit dem Geburtstag 7. Juni 1900. Name, genaues Geburtsdatum und Vereinsbezug bestätigen damit die Abgrenzung zu gleichnamigen oder nur ähnlich geschriebenen Personen. Eine pauschale Anzahl regionaler Ligatore lässt sich daraus jedoch nicht gewinnen, denn die Datenbank dokumentiert den nationalen Wettbewerb.

Die Deutsche Meisterschaft 1920 – ein belegter Finaleinsatz

Fürth erreichte im Juni 1920 das Finale der Deutschen Meisterschaft gegen den 1. FC Nürnberg. Das DFB-Einzelspielprotokoll nennt den 13. Juni 1920, die Sandhöfer Wiesen in Frankfurt am Main und 35.000 Zuschauer. Nürnberg gewann mit 2:0 durch Tore von Luitpold Popp und Peter Szabó. Anders als bei einer bloßen Kadernennung lässt sich hier Hierländers tatsächlicher Einsatz belegen: Er steht in der überlieferten Fürther Startelf neben unter anderem Andreas Franz, Lony Seiderer und Leo Fiederer. Das ist ein belastbarer Bezug zu den Mannschafts-, Spiel- und Spielerbiografien des Kleeblattmuseums. Hierländer darf deshalb als Finalteilnehmer bezeichnet werden, nicht als deutscher Meister des Jahres 1920.

Internationale Spieler- und Trainerstationen

Nach seinem Fürther Abschnitt verzeichnet das Spielerarchiv Stationen bei Schwaben Augsburg, dem FC Bayern München, dem Wiener Amateur-Sportverein, den New York Giants und dem Wiener AC. Diese Übersicht verdeutlicht die zeitgenössische grenzüberschreitende Mobilität von Fußballern, ersetzt aber keine für jede Station getrennt geprüften Vertrags- oder Einsatzregister. Später arbeitete Hierländer auch als Trainer. Im DFB-Trainerprofil zu den österreichischen Olympiawettbewerben werden zwei Spiele in seiner Trainerfunktion erfasst. Diese Statistik ist keine Spielstatistik seiner eigenen Zeit als Nationalspieler. Die Rollen Spieler und Trainer sind konsequent auseinanderzuhalten.

Das ungeklärte Todesdatum

Gerade bei den Lebensdaten besteht ein ernst zu nehmender Quellenkonflikt. Die Kleeblatt-Chronik überliefert den 20. Januar 1982; andere verbreitete biografische Datensammlungen nennen dagegen den 30. Dezember 1981. Bis ein geeigneter amtlicher Sterbeeintrag, eine verifizierbare Todesanzeige oder ein gleichwertiger Originalnachweis vorliegt, wird kein exaktes Todesdatum in das neue Kernpersonenprofil übernommen. Auch eine automatische Entscheidung anhand einer mehrfach übernommenen Sekundärangabe wäre methodisch unzulässig.

Quellenkritik und Forschungsgrenzen

Die DFB-Kaderübersicht bestätigt die historische Person und das DFB-Finalprotokoll den konkreten Einsatz von 1920; die Kleeblatt-Chronik beschreibt die längeren Vereinsstationen. Eine moderne Trainerdatenbank bestätigt lediglich den dort dokumentierten Tätigkeitsabschnitt. Bei Todesdatum und weiteren internationalen Vereins- und Nationalmannschaftsstatistiken bleiben Herkunft und Unabhängigkeit der Angaben im Einzelfall zu prüfen. Die Mitgliedschaft in einer Meisterschaftsmannschaft darf nicht mit einem Einzeleinsatz verwechselt werden; hier ist der Einsatz allerdings durch das Spielprotokoll ausdrücklich gesichert. Keine historischen Bilder ohne nachgewiesene Nutzungsrechte.

Belegte Personen- und Spielverbindungen

Der DFB-Finalspielbericht vom 13. Juni 1920 führt Hierländer gemeinsam mit dem bereits dokumentierten Fürther Stürmer Andreas Franz in der Startelf. Die Mannschaftszuordnung ist ein direkter, datierter Spielbeleg, aber kein Beweis für weitere private Verbindungen.

Lebensstationen und Verbindungen im Detail

Beruf

  • –Fußballspieler der SpVgg Fürth, Position Sturm; Chronik-Vereinszeitraum November 1919 bis Juni 1922; DFB-Kader 1919/20 bestätigt Viktor Hierländer und den Geburtstag; die Original-DFB-Finalaufstellung bestätigt den Einsatz am 13. Juni 1920[1][2][3][4]
Quellen und weiterführende Nachweise (4)

Quellen

  1. [1]DFB: Deutsches Meisterschaftsfinale 1920, Nürnberg–Fürth, konkrete Startaufstellung
  2. [2]DFB: Viktor Hierländer, historische Trainer-Wettbewerbsdaten
  3. [3]Deutscher Fußball-Bund: historischer Wettkampf- oder Kaderbeleg Leonhard Seiderer
  4. [4]Kleeblatt-Chronik: historisches Spielerarchiv, ID 613