Personenregister: Humbser, Sahlmann und neue Archivspuren

Forschungsstand: 3. November 2026. Diese Seite dokumentiert gesicherte Quellenhinweise und ausdrücklich noch offene historische Fragen. Sie ist kein Ersatz für die Einzelprüfung von Originalakten.

Die Brauerei Humbser und ihre Überlieferung

Für die Brauerei Humbser sind staatliche Archivnachweise für die Zeit von 1938 bis 1945 bekannt. Eine weitere Akte betrifft die Johann Humbser AG in den Jahren 1966 und 1967 (Bayerisches Hauptstaatsarchiv, MWi 17176). Ein 2018 öffentlich gewordener Fund historischer Geschäftsunterlagen eröffnet zusätzliche Forschungsmöglichkeiten zu Unternehmensleitung, Gesellschaftern und der Kriegszeit. Die genauen Signaturen dieses Fundes müssen noch mit dem Stadtarchiv abgeglichen werden. [1][2][4]

Identitäten nicht vorschnell zusammenführen

Adressbucheinträge zu Johann Georg Karl, Johann Martin und weiteren Personen namens Humbser müssen anhand von Originalseiten, Berufsangaben, Adressen und Personenstandsdokumenten einzeln überprüft werden. Ebenso ist bei Josef beziehungsweise Joseph Sahlmann zwischen gleichnamigen Einträgen, verschiedenen Berufen und unterschiedlichen Wohnadressen zu unterscheiden. Namensgleichheit allein beweist keine Personenidentität.

Die Sahlmannvilla am Bahnhofplatz

Die historische Dokumentation zum Bahnhofplatz beschreibt die Entstehung des Hauses Bahnhofplatz 4 und seine spätere Verbindung mit Anton Sahlmann. Bauherr und späterer Eigentümer dürfen nicht verwechselt werden. Die familiären Beziehungen der dort nachgewiesenen Personen bleiben Gegenstand weiterer Quellenarbeit. [3]

Fachübergreifender Abgleich

Die laufende Forschungsarbeit verbindet Personen-, Familien-, Häuser-, Gebäude-, Firmen-, Straßen-, Vereins- und Kommunalpolitikregister. Ein technischer Treffer in mehreren Tabellen ist noch kein unabhängiger historischer Beleg: Die Herkunft jeder Aussage und mögliche Mehrfachübernahmen derselben Quelle müssen geprüft werden.

Offene Originalquellenaufträge

  1. Bestellsignaturen und Umfang der 2018 bekannt gewordenen Humbser-Unterlagen ermitteln.
  2. Gesellschafterprotokolle und zeitgenössische Handelsregistereinträge vergleichen.
  3. Adressbuchseiten von 1891 und 1899 am Digitalisat statt nur anhand der OCR prüfen.
  4. Personenstandsurkunden und Familienbeziehungen Humbser/Sahlmann verifizieren.
  5. Die Akten zur Kellernutzung im Zweiten Weltkrieg mit der Unternehmensleitung abgleichen.

Quellen und Nachweise

  1. Staatliche Archive Bayerns: Brauerei Humbser, Bestand 1938–1945
  2. Staatliche Archive Bayerns: Johann Humbser AG, MWi 17176 (1966–1967)
  3. Jüdisch in Fürth: Bahnhofplatz, historische Häuserdokumentation
  4. Nordbayern: Der Fund historischer Unterlagen im Humbser-Bierkeller (2018)
  5. Stadtarchiv Fürth: Kontakt und Bestandsauskunft

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