Stadt Fürth · Menschen und Bildung
Bernhard Adler (1900–1969)
Bernhard Adler wurde am 19. August 1900 in Laudenbach bei Karlstadt geboren. Er absolvierte zwischen 1917 und 1920 seine Ausbildung an der Israelitischen Lehrerbildungsanstalt in Würzburg. 1932 heiratete er in Fürth Maria (Marie) Hollerbusch, eine Tochter des Fürther Arztes Josef Hollerbusch. Die Familie wohnte in der Gabelsbergerstraße 4. Im Jahr 1937 verließ sie Fürth im Zuge der nationalsozialistischen Verfolgung. Die später dokumentierten Reisewege weisen widersprüchliche Etappen auf; sicher belegt ist nach der biografischen Zusammenstellung die Ankunft in New York am 6. Januar 1939. In den Vereinigten Staaten arbeitete Adler als Rabbiner, unter anderem in Columbus (Mississippi). Zuletzt lebte er in Chicago, wo er im September 1969 starb. Die Geschichte seines Fürther Wohnhauses gehört zur Verfolgungsgeschichte der Stadt: Nach seiner Flucht wurde das Gebäude als sogenanntes Judenhaus genutzt. Eine Anstellung Adlers an einer Fürther Schule ist bislang nicht belegt; seine Lehrerausbildung darf nicht mit einem nachgewiesenen Fürther Schuldienst verwechselt werden. Ebenfalls strikt zu trennen ist er von dem 1869 in Gnodstadt geborenen Lehrer Bernhard Adler, der 1943 in Theresienstadt starb.