Stadt Fürth · Menschen und Bildung
Isaak Hallemann
Isaak Hallemann wurde 1896 in Drohobyz geboren und erhielt nach seiner Schulzeit in Posen eine Ausbildung am Berliner Rabbinerseminar. Dort erwarb er 1919 die Befähigung zum Religionsunterricht; zugleich studierte er Mathematik, Physik und Philosophie. Nach Lehrstationen in Berlin und Leipzig übernahm er 1929 die Leitung der Israelitischen Waisenanstalt Fürth. Gemeinsam mit Clara Hallemann gestaltete er das Haus als Lern- und Lebensort für Kinder mit unterschiedlichen Schulwegen. In den 1930er-Jahren beschäftigte ihn die Frage, wie die jüdischen Kinder angesichts zunehmender Verfolgung geschützt werden könnten. Das Archivfindmittel D/Fu2 Nr. 20 weist Korrespondenz über eine mögliche Ansiedlung in Palästina und einen Entwurf für eine landwirtschaftliche Schule nach. Der Entwurf ist kein Beleg für eine Verwirklichung. Am 22. März 1942 wurde Hallemann mit seiner Familie und Angehörigen der Waisenanstalt deportiert; ein historisch gesicherter exakter Todestag fehlt.