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Stadt Fürth · Menschen und Bildung

Rosa (Rosie) Löwensohn, geb. Stockheim

Rosa Löwensohn, geborene Stockheim, gehörte zur Fürther Familie des Bilderbuchverlegers Theodor Löwensohn. Die Ehe verband sie mit einem Unternehmerhaus, das die soziale Infrastruktur der Stadt in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg mitprägte. 1907 wurde eine Fürther Waldschule für gesundheitlich geschwächte oder genesende Kinder durch eine Zuwendung Theodor Löwensohns gefördert. 1911 berichtete die Allgemeine Zeitung des Judentums über eine weitere Stiftung von 50.000 Mark für die Walderholungsschule in Cadolzburg, die ausdrücklich den Namen seiner Frau Rosa trug. Die Einrichtung sollte Fürther Volksschulkindern dienen. Der historische Befund ist daher präzise: Rosa Löwensohn war die Namensgeberin der Stiftung, während die zeitgenössische Nachricht Theodor Löwensohn als Geldgeber bezeichnet. Aus der Namensgebung lässt sich keine eigene Stiftungshandlung Rosas ableiten. Ihre Verbindung zur Schule und zur Fürther Wohlfahrtsgeschichte ist damit gesichert, ihr persönliches Wirken in der Organisation der Waldschule dagegen nicht belegt.

Quellen

  1. [1]Allgemeine Zeitung des Judentums, 20. Januar 1911, auf Alemannia Judaica transkribiert
  2. [2]Adolf Schwammberger, Fürth von A bis Z (1968), Stichwort Löwensohn
  3. [3]FIORDA 14-18, Robert Löwensohn, Familienbiografie

Historische Schulen und Bildungsorte