Kleeblattmuseum · Alpenverein und ärztliche Stadtgeschichte
Dr. Hans Wollner
Augenarzt und langjähriger Vorsitzender des Fürther Alpenvereins
Vereinsämter 1904–1932
Lebensweg und Vereinsgeschichte
Das Vereinsleben des frühen 20. Jahrhunderts lebte auch von Ärzten, die über ihre Praxis hinaus öffentliche Aufgaben übernahmen. Dr. Hans Wollner praktizierte in Fürth als Augenarzt; die städtischen Adressbücher verorten ihn zunächst an der Weinstraße und nennen für 1901 eine Augenklinik an der Schwabacher Straße 12. Er gehörte damit zu den Medizinern, deren berufliche und gesellschaftliche Arbeit sich an mehreren städtischen Adressen nachzeichnen lässt.
Besonders dauerhaft war seine Verbindung zur Sektion Fürth des Deutschen und Österreichischen Alpenvereins: Die 1932 herausgegebene Festschrift nennt ihn von 1904 bis 1923 als zweiten Vorsitzenden und seit 1924 als ersten Vorsitzenden. Der Text stammt unmittelbar aus dem Verein und belegt deshalb diese Funktionen weit besser als spätere, frei zusammengestellte Biografien.
Unter seiner Leitung wurde die Neue Fürther Hütte im Hollersbachtal geplant und 1929 eingeweiht. Wie er selbst an den einzelnen Baumaßnahmen mitarbeitete, wird in der Festschrift nicht für jeden Schritt beschrieben. Die Namensform Wöllner in einzelnen Quellen gehört beim selben Augenarzt zu den überlieferten Schreibweisen; eine familiäre Beziehung zu weiteren Fürther Personen dieses Namens ist damit nicht bewiesen. Der Jahresbericht von 1909 dokumentiert außerdem eine Reise mit seiner nicht namentlich genannten Frau über Wien und Budapest in die Karpaten. Das ist ein persönlicher Tourennachweis über die Amtslisten hinaus.
Medizinhistorischer Zusammenhang: Dr. Hans Wollner als Augenarzt. Die Sportbiografie und die Vereinsgeschichte behandeln die Vereinsämter aus ihren jeweiligen Quellen.
Weitere Darstellung im Kleeblattmuseum: Sportpersonen-Biografie Dr. Hans Wollner. Die Vereinspersonen-Seite dokumentiert zusätzlich die jeweilige Vereinszuordnung.