Kleeblattmuseum · Frauen und medizinische Vereine
Dorothea Petz
Fürther Hebamme und Vorsteherin des Hebammenvereins
1893–1901 dokumentiert
Lebensweg und Vereinsgeschichte
Die organisierte Vereinslandschaft Fürths war im 19. Jahrhundert keineswegs eine reine Männerwelt. Dorothea Petz arbeitete als Hebamme und gehörte zu den Frauen, die ihre beruflichen Interessen in einem eigenen Verein vertraten. Das Fürther Adressbuch von 1893 nennt sie im Einwohnerteil als Hebamme an der Königstraße 69.
Im selben Adressbuchjahr erscheint eine Dorothea mit fehlerhaft beziehungsweise abweichend gelesenem Nachnamen im Vorstand des Hebammenvereins. Die Übereinstimmung von Vorname, Beruf und zeitgenössischer Adresse ermöglicht eine belastbare Zuordnung: Dorothea Petz war eine Funktionsträgerin dieses Vereins. Für 1901 gibt es weitere Hinweise auf ihre Rolle, doch die OCR-Lesung des Nachnamens ist dort erneut unsicher.
Über die Zahl der von ihr begleiteten Geburten oder ihre persönliche Ausbildung liegen keine geeigneten Einzelunterlagen vor. Ihre Geschichte ist dennoch wichtig: Sie macht die Hebammen als Berufsgruppe und ihre Selbstorganisation in Fürth sichtbar, ohne die Biografie mit erfundenen Lebensdaten auszuschmücken.