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Historisches Fürther Straßenlexikon

Alexanderstraße

Warum heißt die Straße so?

Der rekonstruierte Stadtplan von 1819 stellt „Alexandergasse“ der späteren Bezeichnung „Alexanderstraße“ gegenüber. Der Namenswechsel ist damit kartografisch dokumentiert; Grund und Datum eines amtlichen Beschlusses sind dadurch noch nicht belegt.

Datierung nach Quelle: Stadtplan 1819 / Rekonstruktion 2006

Nachweisstufe: Kartografische Namensentsprechung (sekundär, nicht amtlicher Beschluss)

Quelle zur Namenserklärung

Ausführliche Straßenbiografie

Von der Alexandergasse zur Straße der Wirte und Gewerbetreibenden

Eine Rekonstruktion des Fürther Stadtplans von 1819 setzt die Alexandergasse in Beziehung zur späteren Alexanderstraße. Der historische Name lässt erkennen, dass die Straßenbezeichnungen des Marktortes im Laufe des 19. Jahrhunderts der wachsenden Stadt angepasst wurden. Ein genauer Umbenennungsbeschluss und die vollständige Verlaufsidentität sind damit aber noch nicht nachgewiesen.

Aus dem Geschäftsleben liefert das Fürther Tagblatt konkrete Szenen: Christoph Stockert warb im August 1860 unter der damaligen Alexanderstraße 9 mit Bier und Speisen. Seine Familien- und Gewerbegeschichte führt in die Herstellung optischer und mechanischer Instrumente und in den wechselnden Betrieb kleiner Gastwirtschaften.

Unter Alexanderstraße 15 erscheint 1867 Karolina Rupprecht im Bereich der Dienstbotenvermittlung. Spätere Adressbuchnennungen führen weitere Wirte und Kaufleute. Damit kann eine Straße nicht nur als Folge von Häusern, sondern auch als Arbeits- und Begegnungsraum beschrieben werden: Gastgewerbe, Vermittlungsarbeit, Handwerk und Handel trafen hier aufeinander.

Wer historische Nummern nach 1890 mit späteren Adressen verbinden will, muss aber zunächst den amtlichen Nummernwechsel nachweisen. Die Personenbelege sind datierte Anschriften, keine fertig rekonstruierte Bewohner- und Eigentümerfolge.

Quellenkritischer Hinweis: Historische Nummern und Berufe sind quellenabhängige Einzelbeobachtungen; die genaue Rolle einer Person im jeweiligen Haus bleibt im Einzelfall zu prüfen.

Die Biografie dieser Straße

Quellenprofil mit Adressgeschichte

Der rekonstruierte Stadtplan von 1819 stellt „Alexandergasse“ der späteren Bezeichnung „Alexanderstraße“ gegenüber. Der Namenswechsel ist damit kartografisch dokumentiert; Grund und Datum eines amtlichen Beschlusses sind dadurch noch nicht belegt.

Zur Adressgeschichte liegen 66 Quellenbeobachtungen im Forschungsbestand vor; 12 ausgewählte Belege sind in diesem Straßenprofil erschlossen, darunter Nennungen aus 1840 bis 1899. Die Nennungen dokumentieren historische Adressen und Nutzungen, nicht automatisch den Fortbestand desselben Gebäudes.

Namentlich erschlossen sind unter anderem Karolina Rupprecht (1867, Hausnummer 15, Vermittlerin/Dienstbotenvermittlung); Johann Deinlein (1880, Hausnummer 19, Vergolder; Distriktsvorsteher); Neumann, Heiurich (1886, Hausnummer 1, Kaufmann.); Ekerndörfer, Gg. Michael (1886, Hausnummer 10, Wirt.). Die jeweilige Rolle als Bewohner, Gewerbetreibender oder Eigentümer muss anhand der einzelnen Quelle unterschieden werden.

Menschen aus den historischen Quellen

  • 1867: Karolina Rupprecht, Alexanderstraße 15 – Vermittlerin/DienstbotenvermittlungBeleg
  • 1880: Johann Deinlein, Alexanderstraße 19 – Vergolder; DistriktsvorsteherBeleg
  • 1886: Neumann, Heiurich, Alexanderstraße 1 – Kaufmann.Beleg
  • 1886: Ekerndörfer, Gg. Michael, Alexanderstraße 10 – Wirt.Beleg
  • 1886: Römisch, Leonhard, Alexanderstraße 11 – Wirt.Beleg
  • 1886: Bogner, Johann Daniel, Alexanderstraße 14 – Wirt.Beleg
  • 1886: Weil, Isaak, Alexanderstraße 15 – Kaufmann.Beleg

Historische Szenen und Ereignisse

1860 · Gastwirtschaft · Nr. 9

Im August 1860 warb Stockert an der Alexanderstraße 9 mit Bier und Speisen; diese historische Nummer wird ohne zusätzliche Konkordanz nicht einer heutigen Alexanderstraßen-Nummer gleichgesetzt.

Historischer Nachweis

Historische Adressnennung ist kein automatischer Nachweis für Eigentum, Wohnsitz oder ein heute erhaltenes Gebäude.

Nachgewiesen im städtischen Großdruck-Stadtplan 2019 · PDF-Seite 3. Ein Nachweis von 2019 ist kein amtlicher Erstbenennungsbeschluss und kein bestätigter aktueller 2026er Straßenstatus. Zur Gesamtliste von 2019 →

Auf dem Stadtplan von 1819

Die Rekonstruktion des Stadtplans von 1819 ordnet dieser Bezeichnung folgende historische Namen und Lageangaben zu: Alexandergasse. Das ist eine kartografische Entsprechung, kein Nachweis des exakten Umbenennungsdatums oder eines unveränderten Straßenverlaufs.

Alle 27 Kartenbezeichnungen von 1819 →

Belegte Hausnummernänderung 1890

Früher Nr. 15 → ab 1890 Nr. 22

C. Stockert & Sohn; Johann Thomas Stockert: spätestens 1879 bis 1889 an der früheren Adresse; 1903 nach Adressbuch nach der Umnummerierung an derselben Stelle.

Weiterer Standortwechsel: 1905 nach Marienstraße 47. Ein Umzug ist keine Hausnummernänderung.

Forschungsnachweis der Konkordanz
Wie die Fürther Umnummerierung funktioniert →

Menschen, Gewerbe und Hausnummern aus der Kompassmacherforschung

Sekundärrecherche von Hans Gaab mit konkreten Archiv-, Adressbuch- und Zeitungshinweisen. Eigentliche Hausnutzung, Geschäft und Nummernänderung werden getrennt dargestellt.

1860: 9 – Gastwirtschaft

Christoph Stockert

Im August 1860 warb Stockert an der Alexanderstraße 9 mit Bier und Speisen; diese historische Nummer wird ohne zusätzliche Konkordanz nicht einer heutigen Alexanderstraßen-Nummer gleichgesetzt.

Quelle: Gaab PDF S. 45; Anzeige vom 25.08.1860

Historisch belegte Hausadressen

Archivische Hausbelege sind datierte Quellen-Nennungen. Eine heutige Identität, Eigentümerschaft oder durchgehende Bewohnung ist daraus nicht automatisch ableitbar.

Warum die Quellenphasen wichtig sind

Zum 1. Januar 1890 traten in Fürth geänderte Straßennamen und Hausnummern in Kraft. Ältere Nummern dürfen deshalb nicht anhand der Ziffer allein mit neueren verbunden werden. Mehr zur Nummernreform.

Forschungsstand 11. Oktober 2026 · 66 erfasste Quellenbeobachtungen (nicht gleichzusetzen mit einzelnen Gebäuden).